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Einbau eines Raumluftsystems bis zum Start ins Schuljahr 2022/23 angestrebt

Förderbescheid liegt bereits vor

Ladbergen/Lienen

Ladbergen setzt in Sachen Luftfilteranlage an der Grundschule auf „eine große Lösung“. Als die Bundesförderrichtlinie um Einrichtungen für Kinder unter zwölf Jahren ergänzt wurde, wurden Ladbergens Verwaltung und Politik flott. Bereits im Juni brachten sie den Förderantrag auf den Weg, der jetzt positiv beschieden wurde. 220 000 Euro gibt‘s vom Staat, 90 000 Euro zahlt die Gemeinde für den Einbau eines Raumluftsystems.

Von Mareike Stratmann

Mobile Luftfilter gibt es in der Grundschule Ladbergen nicht – und wird es, Stand jetzt, auch nicht geben. Die Politik strebt bis zum Ende der Sommerferien vielmehr „eine große Lösung“ an und will eine stationäre Luftfilteranlage einbauen lassen. Foto: dpa

Es ist ordentlich Druck im Kessel. Allerorts beschäftigt sich die Politik derzeit mit dem Thema „Luftfilter in Schulen“. Das ist in Ladbergen nicht anders. Wobei man dort schon einen Schritt weiter ist: Während Lengerich, Lienen und Tecklenburg erst noch Förderanträge für Luftfilter stellen wollen, liegt Bürgermeister Torsten Buller der Zuwendungsbescheid für den Einbau einer raumlufttechnischen Anlage an der Grundschule bereits vor. Die Gemeinde erhält 220 000 Euro – oder anders: eine 80-prozentige Förderung. Anders als in mancher Nachbarkommune soll es im Heidedorf indes keine mobilen Geräte, sondern eine stationäre Lösung geben.

Als die Bundesförderrichtlinie um „Einrichtungen für Kinder unter zwölf Jahren“ ergänzt wurde, wurde die Politik flott und brachte ihren Antrag bereits im Juni auf den Weg. Schließlich erfolgt die Förderung nach dem Windhundprinzip – „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Vor wenigen Tagen gab es die Zusage, wie Bürgermeister Torsten Buller im Gesellschafts-, Kultur- und Sportausschuss berichtete. Allerdings warnte er vor überzogenen Erwartungen: „Der Markt ist wie leer gefegt.“ Nach ersten Anfragen bei Firmen und den Stadtwerken Lengerich sei eine Realisierung in diesem Jahr nicht mehr möglich. Er hoffe auf ein neues Raumluftklima frühestens in den Osterferien, spätestens zum Start ins neue Schuljahr 2022/23.

Zugleich räumte er ein, dass die Kosten von ursprünglich angenommenen 275 000 Euro nicht mehr haltbar seien. „Wir erleben derzeit extreme Kostensteigerungen“, rechtfertigte er, dass er in den Haushalt des kommenden Jahres nun 310 000 Euro für die Luftfilteranlage einstellen lassen wolle. Was den Eigenanteil von 55 000 auf 90 000 Euro ansteigen lässt. Einbau und Wartung (jährlich etwa 3500 Euro) sind darin noch nicht eingerechnet. Der Ausschuss ging einstimmig mit.

Sabine König (CDU) sah dieses als „wichtig und richtig“ an, sprach von einer „Aufwertung der Schule“. Schließlich, so hatten die Experten aus dem Bauamt zusammengetragen, biete der Einbau der stationären Anlage auch jenseits der Corona-Pandemie Vorteile. Das Lüften entfalle, und es würden Energiekosten gespart. Norbert Plogmeier (Grüne) fragte sich, ob mit den Kosten auch die Fördersumme steige, was Buller verneinte. Wobei dieser sagte: „Der Druck auf die Politik ist diesbezüglich enorm.“

Ladbergen setzt also auf „die große Lösung“. Aber warum keine mobilen Geräte? Dazu erklärte Buller auf WN-Nachfrage, dass diese in der Grundschule nicht förderfähig seien. „Wir haben keine Klassenräume, die nicht ausreichend gelüftet werden können.“ Zudem seien sie bis dato auch nicht gewollt.

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