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Baumpflanzaktion gestartet

Friedhöfe als Orte der Hoffnung

Ladbergen

Bäume stehen für das Leben, die Zukunft und auch für den Klimaschutz. Verbunden wird all dies in der Aktion „Bäume der Hoffnung“. Eine Idee der Evangelischen Kirche von Westfalen, zu deren Umsetzung Präses Annette Kurschus alle westfälischen Kirchengemeinden eingeladen hat. Die hiesige Gemeinde hat mitgemacht. Symbolisch wurde am Sonntag, dem Ewigkeitssonntag, nach den Andachten für die Verstorbenen der erste Baum gepflanzt.

Von Anne Reinkerund

Pflanzten den Baum der Hoffnung an der Friedhofskapelle: Pfarrerin Dörthe Philipps, Marlies Fangmeier als Initiatorin vor Ort, Presbyteriums-Vorsitzender Martin Oelrich und Friedhofsgärtner Erich Schallenberg (von links). Foto: Anne Reinker

Bäume stehen für das Leben, die Zukunft und auch für den Klimaschutz. Verbunden wird all dies mit der Aktion „Bäume der Hoffnung“. Eine Idee der Evangelischen Kirche von Westfalen, zu deren Umsetzung Präses Annette Kur-schus alle westfälischen Kirchengemeinden eingeladen hat, diese Pflanzaktion auf ihren Friedhöfen umzusetzen. Die hiesige Gemeinde hat mitgemacht. Symbolisch wurde am Sonntag, dem Ewigkeitssonntag, nach den Andachten für die Verstorbenen der erste Baum gepflanzt.

„Friedhöfe werden damit zu Orten der Hoffnung“, sagte Pfarrerin Dörthe Philipps bei dem kleinen Festakt an der Friedhofskapelle. Gedacht wird mit den Bäumen vor allem der Opfer der Corona-Pandemie, jedoch auch aller Verstorbenen im Ort. „Bäume, die wachsen, geben uns Hoffnung“, führte Philipps aus. Dass man im Leben seine Wurzeln ausstrecken könne, sei ein Wunsch nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Nachkommen. Ein Grund mehr, sich für robuste und klimaresistente Baumsorten – Amerikanische Roteiche, Spitzahorn und Hainbuche – zu entscheiden.

Der Friedhof, so die Geistliche, solle damit auch ein Ort werden, „an dem wir nicht verzweifeln müssen“. Die Bäume werden wachsen und grünen und damit zu Bildern eines Lebens, das stärker ist als der Tod, so ein Wunsch, der mit der Aktion verbunden ist. Die angebrachten Plaketten erinnern an die Initiative und mit den eingearbeiteten Namen auch an die Baumspender.

Beteiligt daran waren neben der Pastorin auch Martin Oelrich, Marlies Fangmeier (Initiatorin vor Ort) sowie Friedhofsgärtner Erich Schallenberg.

Von den 21 verkauften Bäumen wurden 14 schon gepflanzt. Ende offen, jeder kann sich noch für den Kauf eines Baums samt Erinnerungsplakette entscheiden.

Eine Familie, die das schon gemacht hat, ist das Ehepaar Elfriede und Helmut Hilge mit seinen Angehörigen. Anlass dazu war die Eiserne Hochzeit des Paares, erzählte Tochter Heidrun Knapheide. „Wir möchten damit unsere Dankbarkeit aussprechen, dass wir uns haben und so viele Jahre zusammen verbringen dürfen“, sagte sie.

Die eigentlich angekündigte Cafeteria des Oberstübchen-Teams musste corona-bedingt abgesagt werden.

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