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Feuerwehrgerätehaus: Setzrisse und ein undichtes Dach sorgen bei der CDU-Fraktion für Unmut

„Für das Alter nicht normal“

Ladbergen

Der Einstellung von 50 000 Euro zur Sanierung des Daches des Feuerwehrgerätehauses in den Gemeindehaushalt 2021 möchte die Ladberger CDU-Fraktion intensiver auf den Grund gehen. Sie stellt den Antrag, einen Gutachter prüfen zu lassen, „wodurch die Schäden am Dach und die übermäßig vielen und großen Setzrisse entstanden sind“.

Dietlind Ellerich

Die CDU-Fraktion möchte prüfen lassen, wodurch die Schäden im hinteren Bereich des Feuerwehrgerätehauses kommen. Foto: Dietlind Ellerich

Dass die Politik nicht mit allen Posten eines Haushaltsentwurfs einverstanden ist und der Verwaltung nach den Beratungen in den Fraktionen Anträge mit der Bitte um Änderungen oder Prüfung ins Haus flattern, ist gang und gäbe. Der Einstellung von 50 000 Euro zur Sanierung des Daches des Feuerwehrgerätehauses in den Gemeindehaushalt 2021 möchte die CDU-Fraktion intensiver auf den Grund gehen und stellt den Antrag, einen Gutachter prüfen zu lassen, „wodurch die Schäden am Dach und die übermäßig vielen und großen Setzrisse entstanden sind“.

Das Haus an der Lengericher Straße sei zirka zwölf Jahre alt, macht der Fraktionsvorsitzende Reiner Aufderhaar deutlich, dass die Verwaltung abhängig vom Ergebnis des Gutachtens prüfen müsse, ob sie gegebenenfalls noch Schadensersatzansprüche geltend machen kann. Dass es größere Probleme mit Rissen und dem undichten Dach gibt, habe die Politik erst durch den Etatentwurf erfahren, fährt Aufderhaar fort. Er ist selbst seit 2004 Ratsherr und erinnert sich nur an kleinere Reparaturarbeiten.

Eine Besichtigung des Gerätehauses überzeugte ihn, dass dringend Handlungsbedarf besteht. Nicht nur dass das Flachdach besonders im Bereich der sanitären Anlagen undicht sei und und in die Beleuchtungsanlage laufendes Wasser laut Auskunft von Wehrleuten auch schon einmal einen Stromausfall verursacht haben solle, „auch übermäßig viele und große Setzrisse ziehen sich durch das gesamte Gebäude“, so Aufderhaars Bilanz.

„Das ist für das Alter des Gebäudes nicht normal“, finden die Christdemokraten. Sie möchten wissen, wie „nach so kurzer Zeit Schäden in nicht unerheblichem Maße“ entstehen konnten. Ziel müsse es sein, „das Feuerwehrgerätehaus dauerhaft zu sanieren, um mögliche Folgeschäden und damit Folgekosten zu vermeiden“, heißt es weiter in dem Antrag der Fraktion an die Verwaltung.

In einem weiteren Antrag geht es um die Umgestaltung des Eingangsbereiches des Rathauses. Die Union möchte die vorgesehenen Mittel von 500 000 Euro auf maximal 250 000 Euro reduzieren und den Fokus auf den behindertengerechten Umbau, insbesondere den Einbau eines Aufzugs, sowie die Dachsanierung legen.

„Durch die Kürzung wird der Haushalt 2021 entlastet. Dies gebietet sich aus der Notwendigkeit, die Corona-bedingten Ausfälle möglichst gering zu halten“, heißt es in dem Antrag. Die Begründung gilt auch für die Mittel von 50 000 Euro, die die Verwaltung für die LED-Beleuchtung im Rathaus eingestellt hat. Die CDU möchten sie je zur Hälfte auf die Haushaltsjahre 2022 und 2023 verschieben. Auch die Umlegung des Wohnmobilstellplatzes von aktuell 25 000 Euro soll erst im Haushaltsjahr 2022 in Angriff genommen werden.

Mehr Geld in die Hand nehmen möchte die CDU für die Radwege. 150 000 Euro statt 120 000 Euro, wie im Entwurf vorgesehen, sollen für die Verbesserung der Wege im Außen- und Innenbereich sowie der bestehenden Radwege im Ort ausgegeben werden. Hier gebe es an vielen Stellen Sanierungsbedarf, heißt es weiter in dem Antrag an die Verwaltung. Um auch in Zukunft Radfahrern, aber auch allen anderen Verkehrsteilnehmern die gefahrlose Nutzung aller Wege zu ermöglichen, ist es notwendig, bei der Wege- und Straßenunterhaltung zusätzliche Mittel einzusetzen“, so die Begründung

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