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Abendvisite mit Dr. Katrin Siemann

Füße und Zehen müssen bewegt werden

Ladbergen

Dr. Katrin Siemann betrachtete mit den knapp 20 Besuchern der Abendvisite bei Buddemeier die Anatomie des Fußes, bevor sie in die typischen Krankheitsbilder einstieg.

-rei-

Heike Engelhardt (r.) von der VHS begrüßte bei Buddemeier zur Veranstaltungsreihe Abendvisite Dr. Katrin Siemann. Foto: Anne Reinker

Die Füße gehören vermutlich zu den Körperteilen des Menschen, deren Gesundheit am wenigsten beachtet wird. Erst wenn Schmerzen auftreten, wird ihre Bedeutung bewusst. Wie Erkrankungen des Fußes entgegengewirkt werden kann, erläuterte am Donnerstagabend Dr. Katrin Siemann im Rahmen der Abendvisite.

Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation der VHS, der Helios-Klinik sowie der LWL-Klinik. Dr. Katrin Siemann betrachtete mit den knapp 20 Besuchern bei Buddemeier die Anatomie des Fußes, bevor sie in die typischen Krankheitsbilder einstieg. Verursacht werden können sie beispielsweise durch Bindegewebsschwächen und Überbelastungen, ebenso durch Rheuma und die Genetik. Probleme können etwa zum Hallux Valgus führen. Eine häufige Erkrankung, bei der der große Zeh in eine Fehlstellung gerät und dementsprechend die komplette Anatomie des Fußes beeinflusst.

Viele Möglichkeiten

Dem kann mit vielen Möglichkeiten entgegengewirkt werden, wie Dr. Katrin Siemann in ihrem recht kurzweiligen Vortrag ausführte. „Füße müssen bewegt werden“, riet sie. Gut sei etwa das Barfußlaufen auf unebenem Gelände wie im Garten oder das Greifen mit den Zehen. Zusätzlich tun Dehnungsübungen der Wade gut. „Das predige ich jeden Tag“, sagte die Fachärztin, berufstätig in einer Grevener Praxis wie auch in der Helios-Klinik. „Das wird leider von uns allen vernachlässigt“, sagte Siemann. Natürlich sei auch das passende Schuhwerk wichtig.

In ihrem Praxisalltag beobachtet sie das Gangbild der Patienten, prüft die Kraftentfaltung und die Durchblutung, aber auch Schuhe mit eventuellen Einlagen. Denn: „Viele Einlagen landen im Müll, weil sie nicht zum Fuß passen“, sagte sie. Daher sei eine gute Kommunikation zwischen Arzt und Orthopädietechniker grundlegend wichtig.

Wenn es für eine Behandlung zu spät ist, muss operiert werden. Über 350 Eingriffe führe sie im Jahr durch, so die Medizinerin.

Die nächste Veranstaltung im Rahmen der Abendvisite findet übrigens schon in der nächsten Woche statt: am Mittwoch, 11. Mai, dreht sich in der Lengericher Helios-Klinik ab 19.30 Uhr alles um das „Lipödem – Überblick zum Krankheitsbild sowie der modernen konservativen und operativen Therapieform“.

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