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Für die Unterbringung von Ukraine-Flüchtlingen

Gemeinde mietet übergangsweise Hotel zur Post

Ladbergen

Seit Anfang März hat die Gemeinde 85 Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen. Hinzu kommen elf Ortskräfte aus Afghanistan, die in den vergangenen Wochen nach Ladbergen gekommen sind, sowie 15 Personen, die dem Sozialamt bereits aus Syrien und der Türkei avisiert worden sind. Das Problem: Die Unterkünfte der Gemeinde sind voll. Doch nun hat die Gemeinde übergangsweise das Hotel zur Post gemietet.

-msm-

Rund 44 Betten im Hotel zur Post stehen für ukrainische Flüchtlinge zur Verfügung. Foto: Mareike Stratmann

Man sieht es Sigrid Bücker-Dowidat regelrecht an. Dass der Vertrag mit Elisabeth Haug unterschrieben ist und der Gemeinde damit rund 44 Betten im Hotel zur Post für die Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge zur Verfügung stehen, nimmt gehörig Druck aus der schwierigen Situation im Sozialamt. Immerhin hat die Gemeinde seit Anfang März 85 Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen. Hinzu kommen elf Ortskräfte aus Afghanistan, die in den vergangenen Wochen nach Ladbergen gekommen sind, sowie 15 Personen, die der Fachamtsleiterin aus Syrien und der Türkei avisiert worden sind.

Das Problem: Die Unterkünfte der Gemeinde sind voll. Da geht nichts mehr. Gleichwohl ist nicht damit zu rechnen, dass der Flüchtlingsstrom nachlässt. Ergo hatte sich die Verwaltung schon frühzeitig um die übergangsweise Anmietung des Hotels zur Post bemüht – die nun zum 1. Mai vollzogen wurde. „Damit steht uns das gesamte Gebäude zur Verfügung“, berichten Sigrid Bücker-Dowidat und Bürgermeister Torsten Buller im WN-Gespräch und bezeichnen diese Tatsache als „Win-win-Situation für alle“.

Immerhin stehen für die Unterbringung von Flüchtlingen 22 Doppelbettzimmer mit weiteren Zustellmöglichkeiten, jeweils eigenen Bädern und der großen Küche zum gemeinschaftlichen Kochen zahlreiche Räume zur Verfügung. Hinzu kommen die Gasträume, in denen sich die vornehmlich Frauen mit ihren Kindern zurückziehen und zur Ruhe kommen können. Und für die Gemeinde bedeutet dieses übergangsweise – vermutlich bis Ende dieses Jahres –, dass aller Voraussicht nach keine Zeltstädte oder Container errichtet beziehungsweise Sporthallen für die Unterbringung herangezogen werden müssen.

Am Freitag waren die ersten drei Zimmer bereits bezogen. „Sukzessive werden wir jetzt die nächsten Familien aus den Unterkünften im Hotel zur Post unterbringen“, berichtet Sigrid Bücker-Dowidat, die mit ihren Kolleginnen und Kollegen an vielen Stellen gefordert ist – und weitere Erfolge vermelden kann. So werden am Montag und Dienstag die ersten beiden Deutschkurse starten. Einer im Hotel zur Post, ein zweiter im Lerntreff oberhalb der Sporthalle an der Jahnstraße – bestellt von der Gemeinde, durchgeführt von der Volkshochschule und bezahlt durch zahlreiche Spenden, die für die Flüchtlinge in Ladbergen eingegangen sind, wie der Bürgermeister betont.

Apropos: Das Hotel zur Post steht der Gemeinde selbstredend nicht kostenfrei zur Verfügung. „Durch die finanzielle Unterstützung des Landes können wir die Kosten, die uns entstehen, aber auffangen“, so Buller.

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