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Vikarin Gesine Schauerte zieht Bilanz

Gutes Miteinander und spannende Erfahrungen

Ladbergen

Acht Monate war Dr. Gesine Schauerte als Vikarin in der evangelischen Kirchengemeinde Ladbergen tätig. Im Minigottesdienst an diesem Wochenende wird sie verabschiedet – nicht aber, ohne vorher Bilanz gezogen zu haben. Und die fällt durchweg positiv aus.

Haben ihr "gemeinsames" Vikariat beendet. Vikarin Gesine Schauerte (l.) hat neun Monate ihrer Ausbildung in Ladbergen absolviert. Für Pfarrerin Dörthe Philipps war es der erste Einsatz als Mentorin Foto: Dietlind Ellerich

Als Ende des vergangenen Jahres klar war, dass Uwe Völkel, Pfarrer in Greven-Reckenfeld, als Mentor längerfristig ausfallen würde, hieß es schnell handeln. Nicht Vikarin Dr. Gesine Schauerte war allerdings am Zug, die Landeskirche in Bielefeld musste sich umschauen, wo die heute 50-Jährige die verbleibenden acht Monate ihrer Ausbildung in der Gemeindearbeit fortführen könnte.

Ein Wechsel im Vikariat sei nicht vorgesehen, aber bei diesem habe der Heilige Geist gewirkt, sagt Schauerte schmunzelnd. Es habe sich gut gefügt, dass Ladbergen ihre Anschluss-Gemeinde wurde, ist sie sich mit Pfarrerin Dörthe Philipps einig. Nicht nur, dass die beiden Frauen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit in Ibbenbüren kennen, sie hatten in Dortmund sogar dasselbe Gymnasium besucht. Hinzu kam, dass Schauerte ein gutes Gefühl hatte, weil Philipps als Mutter von zwei Kindern wisse, wie es sei, Job und Familie unter einen Hut zu bringen, erinnert sich Gesine Schauerte, die mit Kreiskantor Christian Schauerte drei Kinder zwischen 13 und 18 Jahren hat.

Durch ihr Vikariat in zwei Orten habe sie zwei völlig unterschiedliche Gemeinden kennengelernt, sagt sie. Schon die Gotteshäuser könnten unterschiedlicher nicht sein, stellt sie mit Blick auf „die alte ehrwürdige Kirche“ fest. Die Kirche in Reckenfeld sei im Jahr 1963 gebaut worden.

Die Jugendarbeit in Ladbergen sei zudem religiöser geprägt. „Die in der Kirchengemeinde gepflegte Tradition der Highlight-Gottesdienste war auch für mich ein Highlight“, gibt sie zu. Spannend fand sie auch die Konfirmandenarbeit mit dem zweiphasigen kirchlichen Unterricht im dritten und im achten Schuljahr.

Auch die Senioren in der Frauenhilfe habe sie begleitet, viele Gottesdienste und Andachten gefeiert, viele Beerdigungen, einige Taufen, aber nur eine Trauung vorgenommen. „Eben alles, was die Aufgaben einer Pfarrerin sind“, fasst Dörthe Philipps Schauertes Tätigkeiten im Vikariat zusammen.

Neun Monate nach ihrem ersten Gottesdienst in der Ladberger Kirche, den Schauerte am zweiten Weihnachtag wenige Tage vor ihrem offiziellen Dienstantritt am 1. Januar übernahm, ziehen die Vikarin, die am morgigen Sonntag im Minigottesdienst ab 10 Uhr verabschiedet wird, und ihre Mentorin eine positive Bilanz ihrer gemeinsamen Arbeit. Das gute Gefühl des freundschaftlichen und kollegialen Miteinanders habe die gesamte Zeit überdauert, in der für Schauerte nicht nur das Wirken in der Gemeinde, sondern auch das zweite kirchliche Examen auf dem Stundenplan standen, und die Frauen hoffen, dass sie in Zukunft im südlichen Kirchenkreis Tecklenburg mit den Gemeinden Lengerich, Ladbergen, Lienen und Kattenvenne verbunden bleiben können.

Gesine Schauerte tritt am 1. Oktober eine Stelle als Pfarrerin im Probedienst in Lengerich an. Zu je 50 Prozent arbeitet sie in der Kirchengemeinde und als Seelsorgerin in der Helios-Klinik. Dörthe Philipps freut sich indes, dass in Ladbergen Hannah Steiner ihr Vikariat beginnt.

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