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571 Ladberger haben bei Claudia Höhn bereits Briefwahlunterlagen beantragt

Hochbetrieb vor dem Urnengang

Ladbergen

Noch gut drei Wochen, dann wird der neue Landtag gewählt und 5310 Ladberger sind aufgerufen, ihr Kreuz zu machen. Für Claudia Höhn in der Gemeindeverwaltung bedeutet eine Wahl immer viel Arbeit, aber mittlerweile auch eine gewisse Routine. Was momentan alles zu regeln ist? Wir haben nachgefragt

Von Mareike Stratmann

Die ersten Kreuzchen für die Landtagswahl sind gemacht: Claudia Höhn steckt die eingegangenen Stimmzettel der Briefwähler in die Wahlurne. Dort verbleiben sie bis zum Abend des 15. Mai. Foto: Mareike Stratmann

In 22 Tagen wird in Nordrhein-Westfalen der neue Landtag gewählt. Dann sind in Ladbergen 5310 Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Insgesamt buhlen mit Andrea Stullich (CDU), Dominik Bems (SPD), Beate Harmsen (FDP), Florian Elixmann (AfD), Sandra Dömer (Die Grünen), Marvin Freund (Die Linke) und Jörg Naß (die Basis) sieben Direktkandidaten im Wahlkreis 81 um die Erststimme. In puncto Zweitstimme werfen gar 29 Parteien ihren Hut in den Ring – darunter neben den etablierten Kräften Gruppierungen wie „Liebe“, „neo“, die Partei des Fortschritts, die Humanisten oder das Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit.

Im Wahlbüro im Rathaus herrscht bereits jetzt Hochbetrieb. Nachdem in der vergangenen Woche die Wahlbenachrichtigungen bei den Wahlberechtigten – darunter 315 Erstwähler – eingegangen sind, machen die Briefwähler schon eifrig ihre Kreuze. Das Wahlbüro hat seit Dienstag geöffnet. Und bis Freitagvormittag hatten 571 Ladberger ihre Wahlunterlagen angefordert.

Das geht übrigens auf unterschiedlichen Wegen: Entweder persönlich während der Öffnungszeiten im Rathaus, wo auch direkt gewählt werden kann, via Wahlscheinantrag per Post oder über ein Onlineformular, das auf der Homepage der Gemeinde (www.ladbergen.de) hinterlegt ist. Aber Vorsicht: „Wer die Wahlunterlagen für eine andere Person abholt, benötigt eine Vollmacht“, sagt Claudia Höhn und ergänzt: „Dafür kann der Vordruck auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung genutzt werden.“ Die Wahlbeauftragte der Gemeinde hat diesbezüglich in der Vergangenheit nämlich so ihre Erfahrungen gemacht.

Ansonsten gilt: Die Ladberger sind am 15. Mai in fünf Wahlbezirken zum Urnengang aufgerufen. Diese stehen in der Begegnungsstätte Buddemeier, im Rathaus, im katholischen Pfarrzentrum St. Christophorus, in der Grundschule und im Vereinsheim des SV Hölter. 30 Wahlhelfer werden dort von 8 bis 18 Uhr im Einsatz sein. „Die Mannschaft steht“, freut sich die Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung, dass sie genügend Wahlhelfer zusammen hat.

Claudia Höhn ist schon seit Jahren mit der Vorbereitung sämtlicher Wahlen in Ladbergen betraut – und hat Routine in dem, was sie tut. Auch mit der Vorbereitung von Wahlen während der Corona-Pandemie. „Es ist ja schon die dritte“, sagt sie und stellt zu den sonstigen Materialien, die es für die Durchführung der Wahl bedarf, gedanklich eben auch Spuckschutzwände, Masken und Desinfektionsmittel für die einzelnen Wahllokale bereit. Übrigens, nach derzeitigem Stand besteht für den Zutritt zum Wahllokal keine Maskenpflicht. Das Tragen eines Mundschutzes wird von der Gemeindeverwaltung zum Schutze aller aber „zumindest empfohlen“.

Noch ein Blick in die Statistik: Bei der Landtagswahl 2017 holte die SPD in Ladbergen 35,6 Prozent, die CDU knapp dahinter mit 34,6 Prozent. Die FDP kam auf 13,0 Prozent, die Grünen auf 7,4 Prozent, die AfD auf 4,2 Prozent, die Linke auf 2,7 Prozent. 748 Wähler nutzten 2017 die Möglichkeit, ihre Stimme per Briefwahl abzugeben. Das dürften fünf Jahre später deutlich mehr sein, mutmaßt Claudia Höhn.

Das Briefwahlbüro ist montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und darüber hinaus montags und dienstags von 14 bis 16 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 17.30 Uhr geöffnet. Am Freitag, 13. Mai, ist es nachmittags bis 18 Uhr besetzt.

Weitere Informationen rund um die Wahl finden Sie außerdem auf unserer Special-Seite zur Landtagswahl in NRW 2022.

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