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Standort an der Sportanlage Zur Königsbrücke herrichten

Hundewiese soll kommen

Ladbergen

Toben die Vierbeiner schon bald über eine eingezäunte Hundewiese in unmittelbarer Nähe der Freiluftsportanlage? Zumindest dürfen sich Hundebesitzer ernsthafte Hoffnungen machen. Nachdem sich ein ähnlicher SPD-Antrag im vergangenen Jahr nicht durchsetzen konnte, hat ein erneuter Anlauf im Haupt- und Finanzausschuss schon mal eine breite Mehrheit gefunden.

-msm-

Ein Platz zum Toben für Vierbeiner dürfte in direkter Nachbarschaft zur Sportanlage an der Königsbrücke entstehen. Foto: Swaantje Hehmann

Der SPD scheint es ein echtes Herzensanliegen zu sein. Denn obwohl sie mit ihrem Vorstoß, einen Hundeplatz im Ort errichten zu wollen, erst im vergangenen Jahr gescheitert war, unternahm die Fraktion nun einen erneuten Anlauf – und der fand im Haupt- und Finanzausschuss mit den Stimmen von SPD, Grünen und schließlich auch der CDU eine deutliche Mehrheit.

Angedacht ist, eine etwa 1400 Quadratmeter Fläche in direkter Nachbarschaft zum Kunstrasenplatz an der Sportanlage Zur Königsbrücke einzuzäunen und den Hundebesitzern und ihren Vierbeinern zur Verfügung zu stellen. Schließlich gebe es, so die Begründung der SPD, „aktuell keine Möglichkeit, Hunde im Dorfbereich abzuleinen beziehungsweise in einem öffentlichen eingezäunten Gelände laufen zu lassen“.

Die Vorteile aus Sicht der SPD: Der Platz sei fußläufig erreichbar, außerdem stünden Parkplätze an der Sportanlage zur Verfügung. Und da eine Seite des Platzes durch den Kunstrasenplatz bereits eingezäunt sei, müssten nach Rücksprache mit dem Bauamt 5000 Euro ausreichen, um die übrigen drei Seiten mit einem Maschendrahtzaun zu umgeben, einen doppelten Einlass zu realisieren – damit Hunde nicht ausbüxen können – sowie Bänke, Hundebeutelspender und Mülleimer aufzustellen.

Einziger während der Sitzung ausgiebig diskutierter Streitpunkt: Wer kümmert sich um die Pflege der Fläche und sorgt dafür, dass sie nicht vermüllt? Sowohl Bürgermeister Torsten Buller als auch CDU-Fraktionsvorsitzender Reiner Aufderhaar stellten dazu fest, dass es nicht Aufgabe des Bauhofs sein könne, und hofften auf feste Ansprechpartner seitens der Hundefreunde. Dem hielt Thomas Kötterheinrich entgegen, dass es bereits „drei, vier Freiwillige“ gebe, die danach schauen würden, und sein Fraktionskollege Benjamin Suhre untermauerte: „Jeder Hundebesitzer, der seinen Hund dort laufen lässt, möchte, dass die Anlage sauber ist.“

Grünen-Fraktionssprecher Jörg Berlemann konnte sich mit „dieser Version des Hundeplatzes gut anfreunden“, bat die Verwaltung im Gegenzug aber darum, die illegal als Hundewiese genutzte Fläche am Mühlenbach stärker ins Visier zu nehmen. Einzig FDP-Fraktionschef Jens Tiemann hegte „arge Zweifel daran“, dass sich die Hundebesitzer von der illegalen Fläche zur Königsbrücke umsiedeln ließen – und stimmte gegen den Vorstoß. Der Rat hat am Donnerstag, 24. März, das letzte Wort.

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