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„Ladberger Sommersummen“: Veranstaltungswoche vom 20. bis 26. Juni

Im dritten Anlauf soll‘s was werden

Ladbergen

Aller guten Dinge sind drei: Getreu dieses Mottos setzen die Verantwortlichen im Rathaus und aus Reihen der Vereine darauf, dass die neue Veranstaltungswoche „Ladberger Sommersummen“ in diesem Jahr endlich über die Bühne gehen kann. Vom 20. bis 26. Juni sollen liebgewonnene Klassiker und neue Formate für Leben im Ortskern sorgen – und die Bürgerinnen und Bürger endlich wieder zusammenbringen.

Von Mareike Stratmann

Neue Veranstaltungsreihe mit Klassikern und neuen Highlights: Die Ladberger dürfen sich beim „Sommersummen“ unter anderem wieder aufs Rudelsingen, Kickern, den Auftritt von „Hille Pupille“ und ein sommerliches Wein- und Familienfest freuen. Foto: A. Döpp, Anne Reinker

Sie war bereits für 2020 geplant, und auch 2021 hatte es konkrete Überlegungen gegeben. Doch in beiden Jahren machte die Corona-Pandemie den Planern der Veranstaltungswoche „Ladberger Sommersummen“ einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Ein drittes Mal, sagt Daniel Salinga, soll das nicht passieren. Und so haben die Verantwortlichen aus dem Rathaus, von Vereinen und Institutionen vor Kurzem entschieden, dass es vom 20. bis 26. Juni rund gehen möge im Dorf. Begegnen, verweilen und genießen heißt die Devise.

Ganz neu erfindet sich die Veranstaltungswoche, die in die Fußstapfen der Kulturwoche „Ladbergen brummt“ mit dem internationalen Bärenfest tritt, nicht. Aber warum auch? Immerhin gab es bis ins Jahr 2018 hinein viele Programmpunkte, die sich etabliert und großer Beliebtheit erfreut hatten. Auf sie setzen die Verantwortlichen auch vier Jahre später.

So dürfen sich die Ladberger auf Klassiker wie den Seniorennachmittag bei Buddemeier freuen oder mit den Sängerinnen und Sängern des MGV „Chorios“ bei „Ladbergen singt im Rudel“ bekannte Gassenhauer trällern. Außerdem setzt das Figurentheater „Hille Pupille“ seine langjährige Tradition mit dem Auftritt für die Kleinen aus Kindergärten und Grundschule in der Rott-Sporthalle fort. Und auch das beliebte „Kickern im JZ“, bei dem Jung auf Älter, Mädels auf Jungs und Politik auf Jugend trifft, erfreut sich in ziemlich genau einem Monat einer Neuauflage.

Gleichwohl gibt es auch neue Elemente – eines direkt am ersten Tag, wenn die Gemeinde samt vieler Vereine Neubürger auf eine Fahrradtour unter dem Titel „Ladbergen entdecken“ einlädt. Wie Daniel Salinga aus der Verwaltung erklärt, sollen „Alteingesessene den Neubürgern unser Dorf zeigen. Wir wollen Vereinsheime, Sportstätten, Spielplätze, Kindergärten, Kirchen, Denkmäler, Feuerwehr und Co. ansteuern und anschließend bei Bratwurst und Getränken ins Gespräch kommen“, erklärt er die Idee. Um dann aus persönlicher Erfahrung hinzuzufügen: „Auch ich habe Ladbergen erst so richtig kennen gelernt, als man mich mit auf eine Radtour genommen hat.“

Aus diesem Grund wird die Gemeinde in den kommenden Tagen über 500 Bürger, die sich in den vergangenen gut zwei Jahren im Heidedorf niedergelassen haben, anschreiben und zu der Tour am 20. Juni einladen. „Aber auch alle, die schon länger hier wohnen, sind herzlich eingeladen“, betont Salinga.

Zweiter neuer Bestandteil ist das internationale Fest, das die von der Gemeinde organisierte Integrations- und Flüchtlingshilfe derzeit für Donnerstag, 23. Juni, vorbereitet. Alle Bewohner sind an jenem Abend zum Beisammensein mit einem leckeren internationalen Buffet und Live-Musik bei Buddemeier eingeladen. Kontakte knüpfen und ins Gespräch kommen lautet auch hier die Devise.

Und schließlich möge es in jeder Hinsicht sommerlich werden – hoffen die Verantwortlichen für das Weinfest am Samstag und das Familienfest am Sonntag, die die „gute Stube“ in eine Genuss- und Begegnungsmeile für alle Generationen verwandeln sollen. Sand und Strandliegen auf dem Kirchplatz, dazu ein leckeres Gläschen Wein der anwesenden Winzer oder fair gehandelt aus dem Dorfcafé, gute Musik und ein buntes Programm, das von den Ladberger Vereinen und Institutionen für die Kinder organisiert wird – die Zutaten scheinen zu stimmen, um endlich wieder in größerer Zahl zusammenzukommen, hoffen Daniel Salinga, Heike Peters und ihre verantwortlichen Kollegen. Mit einer Vielzahl an heimischen Akteuren haben sie sich vorgenommen, „Traditionen neu zu beleben und die Bürger wieder zusammenzubringen“, wie es Daniel Salinga zusammenfasst. „Es wird ja auch Zeit.“

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