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Analyse der NRW-Bank

Immer weniger günstige Wohnungen

Lienen/Ladbergen

In Ladbergen und Lienen ist die Bautätigkeit rege,. Rund 75 Prozent der Wohnungen sind in Ein- und Zweifamilienhäusern. Preisgebundene Wohnungen indes werden immer in den kommenden Jahren rarer werden, so das Ergebnis einer Analyse der NRW-Bank.

Von Dietlind Ellerich

In Ladbergen und Lienen sind rund 75 Prozent der Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern. Die Bautätigkeit in den Baugebieten ist rege. Preisgebundene Wohnungen indes werden immer rarer werden, so das Ergebnis einer Analyse der NRW-Bank. Foto: Rupert Joemann

Jeweils rund drei Viertel der Wohnungen in Lienen und Ladbergen sind in Ein- und Zweifamilienhäusern. Das geht aus dem Wohnungsbauprofil 2021 der NRW-Bank für die beiden Orte hervor. Er beleuchtet die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt von 2010 bis 2020. Für Lienen heißt das konkret, dass 76,2 Prozent der insgesamt 3903, in Ladbergen 75,7 Prozent der insgesamt 3053 Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern sind. Damit liegen die beiden Kommunen deutlich über dem Landesdurchschnitt von 41,2 Prozent. Jeweils ein knappes Fünftel der Wohnungen in Lienen (19,5 Prozent) und in Ladbergen (19 Prozent) sind in Mehrfamilienhäusern. Die Durchschnittsgröße der Wohnungen betrug in Lienen 111,7, in Ladbergen 114 Quadratmeter.

Zudem ist eine Verstärkung der Bautätigkeit in beiden Gemeinden zu beobachten. Lag die Zahl der Baugenehmigungen in Lienen seit 2010 im Schnitt bei 43, stieg der Wert seit 2017 auf 45 an. Noch deutlicher sieht es bei den Fertigstellungen aus. Seit 2010 wurden im Durchschnitt 37 pro Jahr, seit 2017 50 jährlich registriert. In Lienen wurden im Jahr 2020 63 Genehmigungen erteilt und 56 Wohnungen fertigstellt. Auf Ladbergen bezogen veränderte sich der Durchschnitt der Baugenehmigungen von 37 seit 2010 auf 41 seit 2017, der der Fertigstellungen von 33 pro seit 2010 auf 37 jährlich seit 2017. Im Jahr 2020 waren es 52 Genehmigungen und 45 Fertigstellungen.

Im Vergleich zu den Städten Tecklenburg und Lengerich liegt die Bautätigkeit in Lienen und Ladbergen über dem Durchschnitt. In beiden Gemeinden kamen laut Wohnungsmarktprofil auf einen Bestand von 1000 Wohnungen mehr als zehn neue hinzu. In Tecklenburg liegt dieser Wert bei bis zehn, in Lengerich bei bis zu acht.

Der Bestand der preisgebundenen Wohnungen, die öffentlich gefördert werden, wird laut Wohnungsmarktprofil hingegen drastisch sinken. Gab es in Lienen im Jahr 2019 noch knapp 80 Wohnungen für Mieter mit einem Wohnberechtigungsschein, waren es ein Jahr später noch etwas mehr als 70. Für die Jahre 2030 beziehungsweise 2035 rechnet die NWR-Bank mit lediglich 40, was einer Halbierung gleichkommt, wann man den Zeitraum seit 2019 betrachtet.

Noch deutlicher wird die Anzahl der preisgebundenen Mietwohnungen in Ladbergen zurückgehen. Gab es in der Kommune zwischen 2018 und 2020 gleichbleibend etwas mehr als 70 Wohnungen, werden es laut der Analyse der NRW-Bank in den Jahren 2030 und 2035 nur noch 20 sein. Der Anteil würde somit auf knapp ein Drittel des vorhandenen Bestands sinken. Diese Modellrechnung erfolgte laut Angaben der NRW-Bank auf Basis der Zahlen aus dem Jahr 2020 inklusive der bis August 2021 bewilligten Wohnungen.

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