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Erschließungsarbeiten für Gewerbepark-Erweiterung am Espenhof starten Ende August

Interessenten gibt es viele

Ladbergen

Zumindest öffentlich war es ruhig geworden um die zweite Erweiterung des Gewerbeparks am Espenhof. Was sich beim genauen Hinsehen als Irrglaube herausstellt. Im Hintergrund musste in den zurückliegenden Monaten einiges dafür getan werden, dass dort ab Ende August die Tiefbauer anrücken und die Erschließung der 7,2 Hektar großen Erweiterungsfläche in Angriff nehmen können. Am Freitag hat dazu ein erster Vor-Ort-Termin stattgefunden. Bis Jahresende soll das Gebiet Baureife erlangen.

Von Mareike Stratmann

Ab Spätsommer werden Fakten geschaffen: Tiefbauer Dallmann wird bis Jahresende die Erschließung der Erweiterungsfläche im Gewerbepark am Espenhof vornehmen. Bürgermeister Torsten Buller und Bauamtsleiter Tim Lutterbei berichten, dass es für über vier Hektar Fläche sehr ernsthafte Interessenten gibt. Foto: Mareike Stratmann (3)/NABU

Viel attraktiver kann ein Standort für Gewerbeansiedlungen nicht sein – mit gerade einmal 50 Metern Entfernung zur Bundesstraße und 100 Metern zur Autobahnauffahrt. Ein gewerbliches Filetstück. Und trotzdem schien es zumindest öffentlich verdammt ruhig geworden zu sein um die zweite Erweiterung des Gewerbeparks am Espenhof. Was sich beim genauen Hinsehen als Irrglaube herausstellt. Im Hintergrund musste in den zurückliegenden Monaten einiges dafür getan werden, dass dort ab Ende August die Tiefbauer anrücken und die Erschließung der 7,2 Hektar großen Erweiterungsfläche in Angriff nehmen können. Am Freitag hat dazu ein erster Vor-Ort-Termin stattgefunden. Bis Jahresende soll das Gebiet Baureife erlangen.

Ein wesentlicher Knackpunkt war dabei die Schaffung von Ausgleichsflächen. Zum einen für das etwa einen halben Hektar große Waldstück im Norden (die WN berichteten), zum anderen für Vögel wie den selten gewordenen Gartenrotschwanz, der nun in der Lönsheide heimisch werden soll. Während eine gemeindeeigene und etwa zwei Hektar Fläche am Kanal von Anfang an als Ausgleich vorgesehen war, „haben wir nach der anderen Fläche ein halbes Jahr gesucht. Die letzte Option hat schließlich gepasst“, bemerkt Bauamtsleiter Tim Lutterbei im Gespräch mit den WN. So sind in Nachbarschaft zur Lönshütte und Sängerhalle im Februar zwei bewaldete Teilflächen von insgesamt einem Hektar ausgedünnt worden.

An Ort und Stelle im Gewerbepark werden dann ab Ende August Fakten geschaffen: Im nicht-öffentlichen Teil der jüngsten Ratssitzung waren die Arbeiten an das Tiefbauunternehmen Dallmann aus Bramsche vergeben worden. Bis Ende des Jahres soll die Ringerschließung des Gebiets abgeschlossen sein. Außerdem wird ein etwa 5200 Quadratmeter großes Regenrückhaltebecken an der Bundesstraße 475 realisiert.

Und was tut sich in Sachen Vermarktung? Interessenten, bestätigt Torsten Buller, gebe es viele. Weil aber noch kein Vertrag unterschrieben sei, hüllt sich der Bürgermeister in Sachen Details noch weitgehend in Schweigen: Nur so viel sagt er: „Wir haben einige feste Zusagen teils ortsansässiger, teils fremder Firmen.“ Sollten alle zum Zuge kommen, wären bereits über vier Hektar vergeben. Insgesamt stehen der Gemeinde zur Vermarktung 5,8 Hektar zur Verfügung.

Ein privater Investor möchte auf seiner rund 6700 Quadratmeter großen Teilfläche zudem „attraktive Gewerbe-Immobilen-Projekte“ zum Beispiel für Handwerks- und E-Commerce-Betriebe oder für Dienstleister realisieren. Für dessen Büroräume mit Lagerflächen gebe es ebenfalls einige Interessenten, sagt er. „Wir stehen in Gesprächen“, heißt es auf Nachfrage.

Ob tatsächlich ab Anfang Januar – die rechtzeitige Erschließung der Gewerbepark-Erweiterung vorausgesetzt – die ersten Hallen in die Höhe schießen, vermag aber noch keiner der Beteiligten zu sagen. „Aber wir gehen mal ganz stark davon aus, dass mehrere ihre Bauvorhaben noch im Jahr 2022 abschließen wollen“, so Lutterbei. Für diese Vorhaben ist eine ökologische Baubegleitung vorgesehen.

Und noch ein interessantes Detail: Einige interessierten Firmen, bestätigt Buller, würden auch ihre Verwaltung mitbringen und ihren Stammsitz nach Ladbergen verlagern – und das hätte positive Auswirkungen auf die Gewerbesteuer-Einnahmen.

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