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Kegelclub „Pin up“ errichtet massive Schutzhütte am Schulenburger Weg

„Juwel“ für Radler und Wanderer

Ladbergen

Ob eingeweiht oder nicht: In den vergangenen Wochen haben bereits etliche Radfahrer einen Zwischenstopp in der neuen Schutzhütte am Schulenburger Weg eingelegt, berichten Anwohner. Die elf Kegelbrüder des Clubs „Pin up“ hören es gern: Schließlich haben sie in den vergangenen sieben Monaten viel Schweiß und Energie in ihr Projekt investiert, um der Gemeinde, den Radlern und Wanderern ein echtes „Juwel“ zu zimmern.

Von Mareike Stratmann

Hartmut Foto: Mareike Stratmann

Überlegungen, etwas machen zu wollen, gab es schon länger. Während ihrer alljährlichen Radtour machten Hartwig Kattmann, Erwin König und ihre Kegelbrüder des Clubs „Pin up“ im vergangenen Sommer dann Nägel mit Köpfen. Im sicheren Gefühl, auf ihrer Fahrt durchs Emsland alle paar Kilometer eine Schutzhütte für gesellige Zwischenstopps oder den Schutz vor Wind und Wetter in der Nähe zu wissen, beschlossen die elf Ladberger ihrer Heimatgemeinde ein derartiges Exemplar zu schenken. Gesagt, getan. Angetrieben von großem Einsatz, handwerklichem Geschick und kräftiger Unterstützung von vielen Seiten – sei es finanziell oder materiell –, hat der Kegelclub „seine“ Schutzhütte am Mittwoch am Schulenburger Weg in der Nähe der Reithalle offiziell übergeben.

Ob eingeweiht oder nicht: In den vergangenen Wochen haben bereits etliche Radfahrer einen Zwischenstopp in der massiven Hütte eingelegt, berichten Anwohner. Die Kegelbrüder hören es gern: Schließlich haben sie in den vergangenen sieben Monaten viel Schweiß und Energie in ihr Projekt investiert. Ersten Überlegungen folgten Absprachen mit Bauamtsleiter Tim Lutterbei – Hartwig Kattmann: „Ein großes Lob. Das hat hundertprozentig geklappt.“ – und der Entschluss, die Hütte in Hölter zu errichten. „Wo uns Elfriede Saatkamp ihren Grund und Boden sofort dafür zur Verfügung gestellt hat“, wie Erwin König dankbar berichtet. Und die Kegelbrüder, die seit fast genau 35 Jahren zur Kugel greifen, hatten noch mehr Grund zur Freude. Denn auch ihre Anfrage bei Ladberger Unternehmen, das Projekt zu unterstützen, fiel auf fruchtbaren Boden.

Die Apotheke Leugermann, das Autohaus Christiäner, die Firmen Hoffschulte und Max & Moritz Hähnchenbraterei, die Kreissparkasse sowie weitere Privatpersonen beteiligten sich finanziell. Die Zimmerei Lagemann, Rehkopf Bau, der Baustoffhandel Tecklenburger Land und das Sägewerk Heinz Ehmann spendeten Material. Und mit Holger Ferlemann und Christian Kirchhoff standen den Kegelbrüdern zwei erfahrene Zimmerleute bei der Verwirklichung der Schutzhütte zur Seite. „Ganz viel Freizeit“, sagt Hartwig Kattmann, hätten die „Pin ups“ investiert und gerade in der Anfangszeit nur unter strengsten Corona-Schutzbedingungen arbeiten können. Jetzt, da das massive Eichenständerwerk mit eingebauter Sitzbank seiner Bestimmung übergeben worden ist, „freuen sie sich über die sehr gute Sache“ – und hoffen auf viele, die sich an ihrem Engagement erfreuen mögen. In naher Zukunft werden übrigens noch Abstellmöglichkeiten für Fahrräder installiert.

Bürgermeister Torsten Buller lobte die Idee des Kegelclubs während der offiziellen Übergabe am Mittwoch als „Juwel für Hölter. Für Wanderer, für Radfahrer, für das Radwegenetz hier im Tecklenburger Land.“ In Stein gemeißelt und in Holz gezimmert stünde die Schutzhütte nun da – und wurde am Mittwoch bei bestem Wetter und im Beisein der Kegelbrüder, Sponsoren und Anwohner mit einem Grillabend und nettem Beisammensein zünftig eingeweiht.

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