1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Ladbergen
  6. >
  7. Kein Weihnachtsdorf 2021

  8. >

Vernunftsentscheid: Veranstalter canceln Budenzauber im Friedenspark

Kein Weihnachtsdorf 2021

Ladbergen

Vergangene Wochen waren sie noch voller Hoffnung, das Weihnachtsdorf mit einem ausgeklügeltem Hygienekonzept über die Bühne zu bringen und freuten sich auf „schöne Begegnungen an der frischen Luft“. Angesichts der dramatisch steigenden Corona-Zahlen ziehen die Veranstalter jetzt aber doch die Reißleine: Das Weihnachtsdorf im Friedenspark am zweiten Adventswochenende fällt der Corona-Pandemie zum zweiten Mal zum Opfer.

Von Mareike Stratmann

Die Veranstalter ziehen angesichts der stark steigenden Corona- Foto: Luca Pals/Montage: Ann-Kathrin Schriever

Am Ende, sagen Heike Peters und Torsten Buller, „hat die Vernunft über das Herz gesiegt“. Und das hat zur Folge, dass am zweiten Adventswochenende eben doch kein Budenzauber im Friedenspark stattfinden wird. Das von langer Hand geplante Weihnachtsdorf fällt der Corona-Pandemie damit ein zweites Mal zum Opfer.

„Wir hätten es wirklich gerne durchgezogen“, versichert die Leiterin des Ordnungsamtes, die mit dem Arbeitskreis Weihnachtsdorf selbst viel Herzblut in die Vorbereitung der Veranstaltung gesteckt hatte. Allein: „Seitdem sich die Entwicklung der Neuinfizierten so zuspitzt, können und wollen wir das nicht mehr verantworten.“ In diesem Punkt – das ist ihr wichtig zu betonen – habe im Organisatorenteam mit Vertretern der Marketinginitiative „Nu män tou“, der Schützenvereine Hölter und Overbeck sowie der Aussteller und Gemeinde „absolute Einstimmigkeit“ geherrscht.

Dabei hatten Ende vergangener Woche noch so viel Vorfreude auf „schöne Begegnungen an der frischen Luft“ und der Optimismus geherrscht, mit einem ausgefeilten Hygienekonzept für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Durch den Ortswechsel in den Friedenspark sollte das Geschehen möglichst entzerrt werden. Es sollten an den Zugängen zum Veranstaltungsgelände die 2G-Regelung überprüft und durch einen Sicherheitsdienst weitere Stichproben durchgeführt werden. „Wir hatten zuletzt sogar über eine weitere Verschärfung in Richtung 2G plus nachgedacht“, sagt Heike Peters. Dafür hatten die Veranstalter sogar schon bei der Apotheke am Rott vorgefühlt, ob es mögliche Kapazitäten gebe, dass Besucher am Samstag und Sonntag einen offiziellen Test machen könnten. Mit Erfolg. „Wofür wir uns noch einmal bedanken möchten“, wie Torsten Buller sagt.

Aber seitdem sich „die Zahlen wie ein Tsunami“ (Buller) entwickeln und in bis dato unerreichte Höhen schnellen, wollen sie kein unnötiges Risiko eingehen und ziehen kurz vor Beginn des Aufbaus der Hüttenstadt die Reißleine. Wohl wissend, dass viele Vereine und Aussteller bereits viel Zeit und Herzblut in die Vorbereitung des Marktes investiert haben.

Diese sind am Mittwoch von der Absage in Kenntnis gesetzt worden. Die ersten Reaktionen? „Sehr viel Verständnis“, fasst Heike Peters die Antworten zusammen. Auf der einen Seite hätten sie das Aus des Budenzaubers 2021 bedauert, aber „allgemein als richtige Entscheidung aufgefasst“, so die Ordnungsamtsleiterin. Denn auch seitens der Vereinsvertreter habe es zuletzt erste Zweifel gegeben, ob die Durchführung einer Großveranstaltung zum gegenwärtigen Zeitpunkt richtig und ihren ehrenamtlichen Helfern gegenüber verantwortbar sei.

Diese Entscheidung ist ihnen von der Weihnachtsdorf-AG nun abgenommen worden. „Auch wenn wir es wirklich bedauern“, wie Heike Peters im Namen aller Beteiligten sagt. Sie und Bürgermeister Torsten Buller hoffen auf Verständnis für die aus ihrer Sicht alternativlose Entscheidung und blicken stattdessen nach vorne: in Richtung Sommer. Dann soll im Juni – und bei entsprechender Inzidenzlage – der ganze Ort bei „Ladbergen summt“ zusammenkommen.

Startseite
ANZEIGE