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Kinder und Team der DRK-Kita genießen Adventszeit

Kleine Strolche voller Vorfreude

Ladbergen

Bei den einen kommt das Christkind, bei den anderen der Weihnachtsmann oder sogar der Engel: Gleich ist allen Kindern im DRK-Kindergarten „Die kleinen Strolche“, dass sie genaue Vorstellungen haben, die das Weihnachtsfest über die Bühne geht. Natürlich haben die Kleinen ganz konkrete Wünsche, aber sie freuen sich auch auf die gemeinsame Zeit mit ihren Familien. Das haben sie beim WN-Besuch verraten.

Von Dietlind Ellerich

Luke und Matilda (großes Bild) sind vier Jahre alt und in der Kita „Die kleinen Strolche“ in der Kleeblatt-Gruppe, Foto: Dietlind Ellerich

Dankbar über ein wenig mehr Normalität als im vergangenen Jahr sind nicht nur Barbara Huhn, kommissarische Leiterin des DRK-Kindergartens „Die kleinen Strolche“, und ihr Team, sondern auch die Mädchen und Jungen, die die Vorweihnachtszeit mit ihren vielfältigen Aktionen wie dem Adventskreis mit dem Öffnen der Adventskalendertürchen, dem Singen von Weihnachtsliedern, dem Basteln von Christbaumschmuck, dem Besuch vom Nikolaus, der Aufführung des Theaterstücks durch das Team und der Weihnachtsschnitzeljagd durch den Friedenspark ebenso genießen wie ihre Betreuerinnen.

Voller Vorfreude sind die Kleinen auch auf ihr Weihnachtsfest zu Hause, das getreu dem Leitbild der Einrichtung „Es ist normal, verschieden zu sein“ ganz unterschiedlich ausfällt. Das beginnt damit, dass bei Luke und Matilda aus der Kleeblatt-Gruppe das Christkind für die Bescherung zuständig ist, während Aylin Geschenke von einem Engel, Dana ihre vom Weihnachtsmann bekommt. Die beiden Sechsjährigen aus der Gänseblümchen-Gruppe haben ebenso wie ihre zwei Jahre jüngeren Kita-Freunde ganz genaue Vorstellungen, welche Geschenke sie gerne haben möchten. Kein Wunder, schließlich haben sie ihre Wunschzettel selber gestaltet, mit Stiften oder mit Aufklebern. Für Luke sollen es neben einem Handy Weiche und Tunnel für seine Holzeisenbahn sein, Matilda hätte gerne ein Auto, in dem sie

mit ihren Puppen spazierenfahren kann. So eines braucht Aylin nicht, weil sie das Fahrzeug ihrer großen Schwester benutzen kann. Stattdessen wünscht sie sich Schleich-Pferde zum Spielen auf der Koppel und im Stall. Schreiben lernen möchte Dana mit dem roten Kindercomputer, der auf ihrem Wunschzettel stand, zusammen mit einer Puppe, die richtig weinen kann. Ganz gleich wer die Geschenke bringt, es versteht sich von selbst, dass sich während dieser Zeit niemand im Weihnachtszimmer aufhalten darf. „Nur die Eltern dürfen den Engel sehen“, weist Aylin auf eine Ausnahme hin.

Wichtig ist allen Kindern, dass Weihnachten ein Familienfest ist, und für die meisten gehört auch ein Tannenbaum dazu, bei dessen Dekoration mit Kugeln und Sternen auch die Kinder gerne Hand anlegen.

Ein Wunsch, den weder Christkind oder Weihnachtsmann noch Engel oder Eltern erfüllen könnten, ist der „dass Corona endlich vorbei ist“. Zu gut in Erinnerung haben die Kids ebenso wie Barbara Huhn die Einschränkungen des vergangenen Jahres mit Lockdown und Notbetreuung. Umso schöner sei es, dass im Augenblick soviel mehr möglich sei, sagt die Leiterin mit Blick auf das interne Programm. Schade sei indes, dass die Weihnachtsfeier mit den Eltern nicht stattfinden könne.

Auch wenn Corona nicht ständig Tagesthema in der Kita ist, merken die pädagogischen Fachkräfte doch, dass das soziale Miteinander ein wenig auf der Strecke bleibt. Besonders eindrücklich ist Barbara Huhn das Willkommensfest zu Beginn des Kindergartenjahres in Erinnerung.

Mit großen Augen hätten die Kinder vor einer Popcorn-Maschine gestanden, die vor Corona auf Veranstaltungen gang und gäbe gewesen sei. „Die Kleinsten kannten so etwas nicht“, hat sie beobachtet. Auch die Trennung von den Eltern falle den Jüngsten schwerer. Huhn führt das zurück auf coronabedingt gecancelte Spielgruppen und Eingewöhnungstage. Umso mehr bemüht sich das Team um einen normalen Kita-Alltag,

der für die Kinder wichtig sei. Auch in der Adventszeit. Da die Kita keine konfessionelle Einrichtung ist, werden keine Gottesdienste gefeiert und Krippenspiele aufgeführt. „Aber Weihnachten ist ein wichtiger Teil unserer Kultur“, stellt Barbara Huhn klar, dass das im Kita-Alltag deutlich werden soll. Die Kleinen wissen das Tag für Tag zu schätzen. Nicht nur, wenn sie im Adventskalender Rätsel lösen dürfen oder Schokolutscher abstauben.

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