Kampagne „Münsterland ist Klimaland“

„Klimaschutzist ein Gewinn“

Ladbergen

Im Rahmen des digitalen Auftakts der Kampagne „Münsterland ist Klimaland“ stimmte der Klimaforscher Mojib Latif mehr als 200 Zuhörer auf die Folgen des Klimawandels ein und stand Rede und Antwort zu Fragen der Teilnehmer. Ladbergens Klimaschutzmanagerin Alexandra Kattmann ist überzeugt, dass die Gemeinde gut aufgestellt ist, nahm aber auch gerne Ideen aus dem Vortrag mit.

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Nicht nur Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden gehören zu den Klimaschutz-Bausteinen. Die Gemeinde Ladbergen sei gut aufgestellt, ist Alexandra Kattmann überzeugt. Foto: Dietlind Ellerich

Auch wenn schon viel erreicht worden sei und Deutschland im weltweiten Vergleich zu „den Guten“ gehöre, gebe es in Sachen Klimaschutz noch jede Menge zu tun, so brachte es Mojib Latif auf den Punkt. Im Rahmen des digitalen Auftakts der Kampagne „Münsterland ist Klimaland“ stimmte der Klimaforscher mehr als 200 Zuhörer auf die Folgen des Klimawandels ein und stand Rede und Antwort zu Fragen der Teilnehmer.

„Es war ein sehr inspirierender Vortrag, in dem Latif die Dinge auf den Punkt brachte“, sagt Ladbergens Klimaschutzmanagerin Alexandra Kattmann. „Klimaschutz muss Spaß machen“, zitiert sie den Referenten, der sich dafür einsetze, bei allen Anstrengungen weniger den Verzicht in den Fokus zu stellen.

„Global denken, lokal handeln“ lautete das Thema der Auftaktveranstaltung, in der Menschen aus dem Münsterland Tipps für den Klimaschutz vor Ort gaben. Kattmann sieht die Gemeinde gut aufgestellt. „Wir haben schon ziemlich viele Eisen im Feuer“, stellt sie fest. Sie erinnert an die kommunale Förderung von Photovoltaikanlagen von insgesamt 50 000 Euro in diesem und dem kommenden Jahr, an die Kampagne Stadtradeln, an der Ladbergen ab Mitte Mai teilnehmen wird, oder die Anschaffung von Elektrofahrzeugen (WN berichteten).

Die beschlossene Gründung eines Arbeitskreises Mobilität sei ein weiterer wichtiger Schritt, der umgesetzt werde, sobald die Corona-Situation es zulasse. Die Klimaschutzmanagerin sieht auch Chancen für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Ob Lastenräder, Fahrgemeinschaften, Car-Sharing oder der Verzicht auf Verbrennerautos, es gebe viele Möglichkeiten, Umwelt, Klima und Ressourcen zu schonen und in der Folge das Dorf grüner zu machen und so mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen.

„Klimaschutz ist ein Gewinn“, macht Alexandra Kattmann deutlich. Von der gemeinsamen Kampagne der vier Münsterland-Kreise, der Stadt Münster, des Vereins Münsterland und der EnergieAgentur NRW verspricht sie sich weitere Ideen für mehr Umwelt- und Klimaschutz sowie Nachhaltigkeit.

Das Thema sei bei den Menschen angekommen, ist sie sicher. Während des „sehr lebendigen Austauschs“ nach Latifs Vortrag habe sie sich davon überzeugt, wie viele Maßnahmen in der Region bereits in die Wege geleitet wurden. Das sei gut, denn „die letzte Ausfahrt müssen wir jetzt nehmen“, zitiert sie den Klimaforscher Mojib Latif.

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