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Rat votiert für Mühlenstraßen-Teilausbau

Kreis beteiligt sich an den Kosten

Ladbergen

Viel war diskutiert worden, jetzt hat der Rat entschieden. Dem Teilausbau der Mühlenstraße steht somit nichts mehr im Wege.

-msm-

Der Ratsbeschluss ist da: Mehrheitlich stimmten die Lokalpolitiker für einen Teilausbau, der unter anderem darauf abzielt, dass Radfahrer künftig nur noch auf der Straße fahren dürfen. Foto: Mareike Stratmann

Über kaum ein anderes Thema haben sich die Lokalpolitiker in den vergangenen zwei Jahren dermaßen den Kopf zerbrochen wie über die Umgestaltung der Mühlenstraße. Am Ende lagen insgesamt vier Optionen auf dem Tisch. Entschieden haben sich die Ratsmitglieder mit den Stimmen von SPD, Grünen, FDP und Bürgermeister Torsten Buller für einen von SPD und Grünen ins Spiel gebrachten Teilausbau, für den auch der Planungs- und Bauausschuss vor zwei Wochen bereits votiert hatte.

Die wesentlichen Punkte: Die Fahrbahnbreite bleibt, Fußgänger und Radfahrer werden voneinander getrennt. Mit dem Drahtesel darf nach dem Teilausbau ausschließlich auf der Straße gefahren werden. Die Stellplätze erhalten eine Breite von 2,20 Meter – und werden weniger. Dafür sollen mehr Grün und ein weiterer Fahrradständer an der Mühlenstraße entstehen. Die Bushaltebucht soll weichen, so dass die Busse künftig auf der Straße halten. Die Bucht wird als breiterer Gehweg ausgebaut und wie der Ze­brastreifen mit einem Blindenleitsystem ausgestattet. Apropos: Der Fußgängerüberweg soll vor die Kreissparkasse verlagert werden. Außerdem soll die Stichstraße als Spielstraße ausgewiesen werden und eine entsprechende Pflasterung erhalten.

Torsten Buller bezeichnete den Beschluss im Nachgang als „Demokratie pur“, als „eine wichtige Umsetzung aus dem Dorfinnenentwicklungskonzept und damit gelebte Bürgerbeteiligung“. Zudem sah er die Lösung „bei den gegebenen Örtlichkeiten letztlich als sehr gelungen“ an. Eine Einschätzung, der sich Thomas Kötterheinrich (SPD), Jörg Berlemann (Grüne) und Jens Tiemann (FDP) anschlossen. Durch den Teilausbau werde nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Attraktivität von Ladbergens Hauptstraße deutlich erhöht.

Einzig Reiner Aufderhaar (CDU) sah das anders. Für seine Fraktion monierte er, dass die Variante zwar positive Ansätze enthalte, aber keine, die eine Aufwendung von rund 400 000 Euro rechtfertigten. Und dafür, dass beispielsweise der Parkplatz vor der Bäckerei Blömker wegfallen soll, hatte er das Wort „geschäftsschädigend“ parat.

Dass die Gesamtmaßnahme etwa 400 000 Euro kosten dürfte, hatte Bauamtsleiter Tim Lutterbei die Politiker bereits vor Wochen lassen. Wobei bereits jetzt klar ist, dass die Gemeinde trotz geänderter Maßnahme weiterhin auf satte Fördermittel hoffen darf. Zum einen hat Buller ein laut eigener Aussage „sehr positives Vorgespräch“ mit der Bezirksregierung geführt, so dass er sehr optimistisch sei, dass die Maßnahme „weiterhin förderfähig“ ist. Zum anderem zitierte er während der Ratssitzung aus einer E-Mail des Kreises Steinfurt, in der es heißt: „Um bei der baulichen Neugestaltung der Mühlenstraße Synergieeffekte auszunutzen, kann das Straßenbauamt des Kreises Steinfurt eine finanzielle Beteiligung an den Asphaltierungsarbeiten zusagen.“ So gehörten zu den Arbeiten, die in den Zuständigkeitsbereich des Kreises fallen, die Erneuerung der Deckschicht auf gesamter Fahrbahnbreite, die punktuelle Sanierung von Schadstellen sowie die Erneuerung der Fahrbahnübergänge im Bereich der Brücke über den Mühlenbach.

Wie viele Euro diese Zusage der Gemeinde einbringen könnte? Dazu wollte sich Buller nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Nur soviel: „Ein fünfstelliger Betrag wird es aber sicherlich sein.“

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