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75 Punkte bei der nächsten EEA-Bewertung sind das Ziel

Ladbergen arbeitet auf Gold hin

Ladbergen

Die Gemeinde Ladbergen wurde mit dem European Energy Award zertifiziert. „Unser Ziel ist Gold“, kündigt Klimaschutzmanagerin Alexandra Kattmann für die nächste Bewertung in drei bis vier Jahren an.

Dietlind Ellerich

Klimaschutzmanagerin Alexandra Kattmann, Bürgermeister Udo Decker-König Foto: del

56,5 Prozent, das kann sich sehen lassen und wird deshalb auch honoriert. Die Gemeinde Ladbergen wird erstmalig mit den European Energy Award (EEA) zertifiziert. Seit 2013 nimmt die Kommune an dem europaweiten Programm für mehr Energie- und Klimaschutz teil und hat seitdem unter Beweis gestellt, dass sie zahlreiche Klimaschutzaktivitäten in Angriff genommen hat. Für alle sichtbar wird dieser Erfolg mit den entsprechenden Ortsschildern an den Eingängen zum Heidedorf.

Am Mittwochmorgen stellten Klimaschutzmanagerin Alexandra Kattmann, Bürgermeister Udo Decker-König und Bauamtsleiter Tim Lutterbei an der Kattenvenner Straße das Schild gemeinsam mit David Sommer, EEA-Berater der „energielenker projects GmbH“, vor. Das Grevener Unternehmen begleitet im Rahmen des EEA-Programms aktuell 60 NRW-Kommunen bei der Optimierung ihrer Klimaaktivitäten.

Schon Jahre bevor sich Ladbergen auf Anregung der Politik auf den EEA-Weg begeben habe, sei die Gemeinde mit ihren Bürgersolarkraftwerken auf Rathaus und Kita in Sachen Klimaschutz weit vorn gewesen, ist Decker-König stolz darauf, dass dort mehr Strom erzeugt werde, als Ladbergen verbrauche.

„Die Maßnahmen sind in die fünf Handlungsfelder Entwicklungsplanung/Raumordnung, Kommunale Gebäude und Anlagen, Ver- und Entsorgung, Mobilität sowie Kommunikation und Kooperation aufgeteilt“, beschreibt Alexandra Kattmann, nach welchen Kriterien Externe der Berliner Bundesgeschäftsstelle die Aktivitäten bewerten.

Bei der Zertifizierung 2020 punktete die Kommune mit den nachhaltigen und zukunftsweisenden Projekten Ladberger Energiespar-Euro, Konzept Wald-Dichter-Quartier, LED-Sanierung der Straßenbeleuchtung, Aufbau eines pellet-unterstützten Nahwärmenetzes zwischen Grundschule und Sporthalle II, Teil-Umstellung des kommunalen Fuhrparks auf Elektromobilität und Dachsanierung mit einem Gründach für die Sporthalle II.

Ausruhen auf den Lorbeeren werden sich Kattmann und ihre Mitstreiter nicht. „Unser Ziel ist Gold“, sagt die Klimaschutzmanagerin schmunzelnd. In drei bis vier Jahren müsse sich die Gemeinde erneut der Bewertung stellen. Ab 75 Punkten gibt es den European Energy Award in Gold. Kattmann lässt keinen Zweifel daran, dass da noch was geht.

Ladbergen ist die kleinste der insgesamt 83 Teilnehmerkommunen in NRW.

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