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Müllsammelaktion der Gemeinde

Mehr als 100 Helfer trotzen dem Dauerregen

ladbergen

Es sind schon merkwürdige Sachen, die Autofahrer aus dem Fahrzeug werfen. Gesehen und sich darum gekümmert haben sich am Samstag über 100 Helferinnen und Helfer aus dem Heidedorf, wie Peter Schirmbeck schätzte. Die Gemeinde hatte zur Müllsammelaktion gerufen und „trotz des Wetters ist die Beteiligung sehr gut“, freute sich der Mitarbeiter des Bauhofes.

Anne Reinker

Am Vormittag war der Anhänger erst halbvoll. Die Vereine sowie Peter Schirmbeck und Matthias Hölscher vom Bauhof sorgten dafür, dass er sich noch füllte. Foto: Anne Reinker

Am Parkplatz an der Grevener Straße zeigte sich eine große Palette dessen, was von Fernfahrern weggeworfen wird: „Wir haben dort ein Handtuch, Gurkengläser, eine Jacke und Strümpfe gefunden“, berichtete Andreas Kuck. „Das ist kein Wunder eigentlich, da ist nämlich kein Mülleimer vorhanden,“ fügte Herward Kemper hinzu. Ebenso ungewöhnlich ist wohl ein Kühlergrill, der im Graben lag. Was in den Abfallsäcken aller Gruppen landete, waren leere Tüten von Schnellrestaurants sowie zig Schnaps- und Bierflaschen. Viel zu tragen also für die Helfer. „Es wird inner- und außerorts gesammelt“, erklärte Tim Berlemann.

Auch wenn in diesem Jahr wohl wieder ein voller Anhänger zur Mülldeponie in Nordwalde gebracht wird, hat Bernhard Liebrecht doch den Eindruck gewonnen: „Insgesamt ist es weniger geworden“, meinte der Ladbergener, der mit den Wester Schützen unterwegs war. Nicht nur die örtlichen Schützenvereine, sondern auch etliche Gruppen der Sport- und Turnvereine, die Pfadfinder, die Landjugend, der Heimatverein und politische Verbände machten sich trotz Dauerregen auf den Weg durch das Dorf.

Aber eben nicht alle, wie Herward Kemper klagte. „Traurig ist, dass einige Vereine nicht mehr mitmachen“, sagte er. „Sie begründen das damit, dass sie ja selber nichts wegwerfen würden. Ich finde aber, dass man sich der Gemeinde verpflichtet fühlen sollte“, ermutigte Kemper. Schließlich würde die Verwaltung ja wiederum auch viel für die Vereine tun. Apropos: Der Imbiss, den es für die Aktiven kostenfrei zur Stärkung gab, wurde von der Gemeinde spendiert.

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