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Ladbergen radelt insgesamt 53.562 Kilometer

Mehr Klimaschutz, weniger CO2

Ladbergen

Acht Tonnen CO2 haben die Radlerinnen und Radler, die beim Stadtradeln mitgemacht haben, vermieden, als sie binnen drei Wochen 53.562 Kilometer fuhren. Eine ganze Menge, doch ein Wermutstropfen bleibt. Ladbergen gelang es nicht, das Vorjahresergebnis zu toppen, sondern blieb darunter.

Von Dietlind Ellerich

Die Aktion Stadtradeln wurde von der Marketing-Initiative „Nu män tou!“, der Unternehmergemeinschaft Ladbergen sowie den Geldinstituten unterstützt. Sie sponsorten unter anderem die Preise, die die Einzelpersonen und Teams mit den meisten Kilometern erhielten. Unter allen Teilnehmern wurden zudem 25 Gutscheine zu je 25 Euro verlost.. Foto: Dietlind Ellerich

249 Radlerinnen und Radler, entweder Einzelpersonen oder als Mitglieder von 23 Teams, fuhren zwischen dem 26. Mai und dem 15. Juni insgesamt 53 562 Kilometer. Die Bilanz der Aktion „Stadtradeln“, an der Ladbergen in diesem Jahr zum zweiten Mal teilnahm, ist weniger gut, als Klimaschutzmanagerin Alexandra Kattmann es sich gewünscht hatte. Zwar hätten alle zusammen mit diesem Ergebnis acht Tonnen CO2 eingespart, und das sei immerhin etwas mehr, als mit 7,9 Tonnen ein Einwohner Deutschlands produziert, weiß Kattmann, die dennoch sichtlich enttäuscht ist.

Eigentlich hatte es sich die Kommune auf die Fahne geschrieben, die im vergangenen Jahr bei der ersten Auflage erzielten 57 249 Kilometer zu toppen. „Leider haben wir das nicht geschafft“, bedauert Kattmann. Warum Ladbergen am Ende sogar unter dem Vorjahresergebnis blieb, kann sie sich nicht erklären. „Ich rätsele noch, woran es gelegen hat“, sagt sie.

Eine Kategorie, die im Rahmen der Stadtradeln-Statistik ausgewertet wird, ist die Anzahl der Politikerinnen und Politiker, die sich fürs Klima ins Zeug legen. Wie auf der Stadtradeln-Website deutlich wird, waren mit zehn von 23 Ladberger Ratsleuten weniger als die Hälfte bereit, aufs Auto zu verzichten. „Großartig“ seien nichtsdestotrotz die Leistungen der Einzelpersonen und der Teams, die im Rahmen der generationenübergreifenden Aktion viele Kilometer auf dem Weg zur Arbeit, Schule oder Kita sowie in ihrer Freizeit in die Pedale getreten hätten. Vom Kita-Kind bis zum Senior seien alle Altersklassen vertreten gewesen, so Kattmann.

Das Durchschnittsalter der Teilnehmerinnen und Teilnehmer lag bei 47 Jahren. „Der älteste Fahrer Heinrich Hürkamp ist 75 Jahre alt und hat mit 1704 die meisten Kilometer gefahren“, weiß sie. Er erhielt am Sonntag bei der Preisverleihung auf der Bühne in Ladbergens guter Stube ebenso wie die folgenden Einzelradler Gerhard Walter (1273 Kilometer) und Günther Gerversmann (1064 Kilometer) Ladberger Geschenkgutscheine.

Bei den Teams schoss wie im vergangenen Jahr die Grundschule den Vogel ab. Sie strampelte mit 74 Radelnden 9250 Kilometer. Auf Platz 2 folgten die neun „MoMis“ mit 5901 Kilometern und der Schützenverein Wester mit 24 Radelnden, die 5852 Kilometer fuhren. Ein Sonderpreis ging an die Kindertageseinrichtung St. Christophorus. 30 Kinder, Eltern und Erzieher radelten insgesamt 4362 Kilometer.

Egal wie Ladbergen in diesem Jahr abgeschnitten hat, Alexandra Kattmann wird sich für eine dritte Stadtradeln-Teilnahme in 2023 einsetzen. Der Wettbewerb sei die perfekte Verbindung von Klimaschutz, Teamgeist und Bewegung an der frischen Luft, so hatte sie es im Vorfeld formuliert.

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