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Energiemanagementsystem für kommunale Gebäude

Mehr Wissen für weniger Energie

Ladbergen

Elf kommunale Gebäude sind in ein Energiemanagementsystem der Gemeinde eingebunden. Die Funktionen und Hintergründe wurden im Umweltausschuss vorgestellt.

Von Luca Pals und

Elf kommunale Gebäude, unter anderem das Fachwerkhaus mit Tourist-Information und dem Dorfladen, werden Foto: Sigmar Teuber

Als „unerlässlich“ stuft die Gemeindeverwaltung den Einsatz von Managementsystemen zur Lenkung des eigenen Energieverbrauches ein. Vor allem die Vorbildfunktion der Gemeinde bei Themen wie der nachhaltigen Bewirtschaftung stehen dabei im Fokus. In der Vergangenheit wurden dazu bereits elf kommunale Gebäude erfasst, die im kommunalen Energiemanagementsystem eingespeist sind. Im Umweltausschuss wurden Grundgedanke und Vorgehen vorgestellt.

Bei den bereits erfassten Gebäuden handelt es sich unter anderem um Grundschule, Sporthalle, Seniorenstübchen oder Rathaus und Feuerwehrgerätehaus. Die Gebäude wurden 2021 erfasst. Zur Übertragung der Daten über Funk wird die Funktionstechnologie LoRaWAN eingesetzt. In erster Linie werden Energieverbräuche erfasst und in einem zweiten Schritt ausgewertet. Ziel ist es, den eigenen Energieverbrauch effektiver und somit klimaneutraler zu gestalten.

Das Potenzial zur Einsparung durch einen gezielten Einsatz könne bei drei bis zehn Prozent liegen, wie ein Vertreter der Firma Energielenker Solutions aus Münster darstellte. Dr. Thomas Schulze Eckel (FDP) stellte heraus, dass mit dem somit gewonnen Wissen auch in Zukunft weiter sinnvoll umgegangen wird: „Es bringt niemandem etwas, wenn die Daten im virtuellen Schreibtisch verschwinden.“ Ähnliche Stimmen kamen aus den Reihen von CDU, SPD und Grünen.

Ladbergens Klimamanagerin Alexandra Kattmann betonte, dass die Einführung des Systems ein wichtiger Baustein für den European Energy Award, den die Gemeinde besitzt, sei. Die nächsten Schritte sehen unter anderem die Einbindung der verschiedenen Messpunkte in eine Software vor, außerdem soll ein übersichtliches Dashboard entstehen.

Die erforderlichen Mittel, die sich laut Bürgermeister Torsten Buller auf 16 000 Euro Eigenanteil der Gemeinde für drei Jahre belaufen, sind im Haushaltsplan für 2022 veranschlagt. Der Förderanteil für das Projekt liegt bei 50 Prozent.

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