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Projekttag „Tag der kleinen Forscher“ an der Grundschule

Mit Ozobots über die Linien fahren

Ladbergen

Für eine gute Forschung braucht es zuerst eine vernünftige Fragestellung, dann eine Vermutung, später eine Beobachtung und erst zum Schluss eine entsprechende Auswertung: Das haben in Rahmen unterschiedlicher Experimente am Freitag die Schülerinnen und Schüler der Grundschule gelernt. Der gesamte Schultag stand unter dem Motto „Tag der kleinen Forscher“.

Von Luca Pals

Die Klasse 3c baute aus Marshmallows und Spaghetti Formen wie die des Kolosseums nach. Foto: Luca Pals

Der Junge aus der ersten Klasse werkelt an seinem kleinen Auto. Ein Handgriff hier, ein anderer dort – immer wieder wird der Wagen mit vier Rädern auf einer Abfahrt ausprobiert und getestet: „Der fährt noch nicht ganz sauber.“ Woran das liegt? „Das Rad hinten links hängt in der Luft. Das muss ich noch verbessern“, sagt er und eilt zur Werkbank zurück.

Der Keller der Grundschule Ladbergen wird zum „Tuning-Bereich“. Eine Etage drüber lässt die vierte Klasse von Susanne Walcher Ozobots über Linien fahren, und im ersten Stockwerk werden kleine Dinge ganz groß: Ein Blick durch Lupe und Mikroskop lässt die Schüler in eine Welt eintauchen, die mit dem bloßen Auge nicht zu sehen ist. Am Freitag stand alles im Lichte von Forschung und Entdeckungen – beim „Tag der kleinen Forscher“.

Im Rahmen des Sachunterrichts wurde dieser im Vorfeld genau besprochen, am Freitag standen vier Stunden für das wilde Experimentieren zur Verfügung. Die Organisation des Tages, der einmal im Jahr stattfindet, lag in den Händen der Lehrerinnen Jessica Steggemann und Stefanie Stallfort. Die gezielten Themen wurden aus dem MINT-Bereich – also der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – gewählt.

Schulleiterin Dr. Ulrike Itze-Helsper stellte die zentralen Gedanken vor: „Das forschende, entdeckende Lernen und ein selbstständiges Experimentieren stehen im Vordergrund.“ Dies wurde sowohl an den Forschungsfragen, die sich die Klasse 3c von Claudia Prihoda im Vorfeld notierte, als auch dem Ablauf des Mikroskopierens in der zweiten Klasse von Susanne Honervogt deutlich. So wissen die Schüler jetzt, dass für gute Forschung zuerst die Fragestellung, dann die Vermutung, später die Beobachtung und erst zum Schluss die Auswertung ansteht.

In der dritten Klasse wurden aus Marshmallows und Spaghetti der Pariser Eiffelturm und das Atomium in Brüssel nachgebaut. Die kleine Lotte zeigte sich begeistert vom Arbeiten: „Wir fragen uns, wann die Figuren stehen bleiben und wann sie zusammenbrechen. Es ist spannend und macht viel Spaß.“ Gleiches berichteten auch die Viertklässler, die mit den Lernrobotern Blue Bot und Ozobot hantierten. Letzterer erkennt anhand von Farbkombinationen, die zuvor auf einer Linie aufgemalt werden, Befehle und fährt entsprechend schneller, langsamer oder sogar im Zickzack-Kurs.

Einige der Forschungsmaterialien wurden unter anderem von Universitäten gestellt. Für Itze-Helsper ist der Gedanke, dass die Kinder sich an Probleme lösungsorientiert heranwagen und mit dem Forschungsweg einen wichtigen Denkprozess in Gang setzen, besonders wichtig.

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