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E-Rikscha-Fahrten: Ehrenamtliche Fahrer werden noch gesucht

Mit wehendem Haar durchs Dorf

Ladbergen

Am 20. September soll es losgehen: Dann nimmt das Vorhaben, Senioren mit Fahrten in zwei E-Rikschas ein Stück Lebensqualität zu ermöglichen, im wahrsten Sinne des Wortes Fahrt auf. Die Verantwortlichen stehen in den Startlöchern, haben die ersten neun ehrenamtlichen Fahrer akquiriert und hoffen, auf weitere Mitstreiter.

Von Luca Pals

Sigrid Bücker-Dowidat (l.), Bürgermeister Torsten Buller (3.v.l.) und Alexandra Kattmann (r.) von der Gemeinde freuen sich über die Zusammenarbeit mit dem Seniorentreff von Mechthild Teigeler (4.v.r.) und den ehrenamtlichen Fahrern aus dem Freiwilligenforum darüber, dass schon bald Rikscha-Fahrten in und durch das Heidedorf angeboten werden können. Foto: Luca Pals

Manfred Höse kommt gebürtig aus Münster. Das Radfahren steckt quasi in seiner DNA. Eine Rikscha zu fahren, so der Ehrenamtliche, sei allerdings doch noch einmal herausfordernder. Dafür, dass zum Start am 20. September aber alles reibungslos über die Bühne und auf die Straße gehen kann, wird in den kommenden Wochen geübt und gefahren, was das Zeug hält.

Denn: Vor einigen Tagen sind die beiden Rikschas in Ladbergen angekommen, schon bald wird Senioren damit „ein Teil Lebensqualität“ ermöglicht.

Letzteres Zitat stammt von Klimaschutzmanagerin Alexandra Kattmann, die um die Vorteile der beiden energiebetriebenen Rikschas weiß: „Klimaneutrales Fortbewegen ist für mich natürlich besonders wichtig. Darüber hinaus verbindet das Fahren die Teilnehmer aber miteinander, Senioren und mobilitätseingeschränkten Menschen wird ein Teil Lebensqualität gegeben und zeitgleich fördern wir das Ehrenamt.“

Dieses wird bei der Aktion, die Anfang des vergangenen Jahres aus der Bürgerschaft an die Gemeinde als Wunsch herangetragen wurde großgeschrieben. Bisher haben sich neun Ladberger gemeldet, die ihre Fahrdienste zur Verfügung stellen. Einer von ihnen ist Manfred Höse, bei ihm dürfen sich auch besonders kreative Menschen melden, die wissen wie die Rikschas genannt werden können: „Wir suchen noch Namen. Da sind wir für jede Idee dankbar“, so Höse.

Wer dagegen Lust aufs Fahren hat, meldet sich bei Mechthild Teigeler vom Seniorentreff. Diese steuert und organisiert in Zukunft die Fahrdienste in Kooperation mit dem Freiwilligenforum. Gesucht werden nach wie vor Ehrenamtliche, auch wenn Sigrid Bücker-Dowidat von der Gemeinde betont: „Neun Fahrer sind zum jetzigen Zeitpunkt schon sehr gut.“ Es ist ein Lob an diejenigen, die in den nächsten Wochen Fahrtraining sowie einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren werden. Sie müssen bei den Einsätzen außerdem einen Helm tragen, den Gästen ist das frei überlassen: „Dafür gibt es ja den Anschnallgurt“, so Kattmann.

Für Bürgermeister Torsten Buller ist das Projekt aufgrund der zahlreichen Ehrenamtlichen gelungen, für ihn wird es ein „Hingucker für den Ort“ sein: „Ich bin mir sicher, dass das sehr gut angenommen wird.“

In Zukunft finden die Rikschas ihren Platz in einer geschützten Hütte, die in Ladbergens guter Stube zwischen Afrouper und Eisdiele gebaut wird. Die Kosten für den Bau des verschlossenen Unterstandes sowie der beiden Rikschas belaufen sich auf 30 000 Euro. Zu 65 Prozent werden die Kosten durch ein Leader-Projekt gefördert. Einzig die Anschaffung hat aufgrund von Lieferengpässen acht Monate auf sich warten lassen.

Namen für die Rikschas können bei Manfred Höse (

 0 54 85/ 83 26 42) vorgeschlagen werden. Ehrenamtliche, die als Fahrer aktiv werden möchten können sich während der Öffnungszeiten des Seniorentreffs bei Mechthild Teigeler (

 0 54 85/83 26 42) melden.  

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