Neue Ideen zur Umgestaltung der Ortsdurchfahrt

Mühlenstraße: die nächste Runde

Ladbergen

Der Förderbescheid liegt längst vor, doch was mit den 250 000 Euro des Landes auf der Mühlenstraße neu gestaltet werden soll, ist weiter offen. Jetzt ist eine „kleine“ Lösung vorgestellt worden.

Von Mareike Stratmann

Deutlich weniger umfangreich als zunächst angedacht könnte die Umgestaltung der Mühlenstraße ausfallen. Es steht im Raum, sich ausschließlich auf die westliche Straßenseite (links) zu fokussieren und dort einen „vernünftigen Geh- und Radweg“ sowie eine Parkbucht von 2,30 Metern Breite zu realisieren. Foto: Mareike Stratmann

Wäre es so gelaufen, wie sich das alle Beteiligen im September 2019 erhofft hatten, würde man heute wohl längst über eine neugestaltete Mühlenstraße fahren. Tut man aber nicht. Die 250 000 Euro, die das Land als Fördersumme in Aussicht gestellt hatte, sind zwar seit dem vergangenen Jahr bewilligt. Aber das, was vor gut anderthalb Jahren mit heißer Nadel gestrickt worden war, um noch fristgerecht für eine Förderung in Frage zu kommen, entspricht nach wie vor nicht dem Geschmack von Verwaltung, Politik und den Beteiligten aus dem Arbeitskreis Diek (Dorfinnenentwicklungskonzept).

Seit Längerem sollte es deshalb eine Ortsbegehung geben, um an Ort und Stelle einen wichtigen Schritt voranzukommen. Die Corona-Pandemie ließ das aber nicht zu. Wieder und wieder wurde das Treffen verschoben – bis es nun virtuell stattfand, wie Andreas Moysich im Planungs- und Bauausschuss mitteilte. Bei der Zusammenkunft habe sich herauskristallisiert, dass die anfängliche Planung – sie sah unter anderem vor, den Zebrastreifen zu verlegen, die Straße inklusive Radweg zu verbreitern, dafür die Busbucht zu opfern, den Parkplatz der Kreissparkasse womöglich direkt an die Mühlenstraße anzubinden und die Stichstraße zum Seniorenheim mit einem separaten Gehweg zu versehen –deutlich entschlackt werden soll.

So wollen sich die Verantwortlichen jetzt vor allem auf die westliche Straßenseite fokussieren und die gegenüberliegende Seite unangetastet lassen. Was zur Folge hätte, dass auch „die Fahrbahn nicht angepackt werden müsste“, wie der Mann aus dem Bauamt ausführte. Das würde zu „einer deutlichen Kostenreduzierung“ führen.

Der aktuelle Stand der Planungen: Auf der westlichen Straßenseite soll ein „vernünftiger“ Geh- und Radweg entstehen und die Parkbucht künftig eine Breite von 2,30 Metern aufweisen. Die Grünen, so Moysich, hätten zudem vorgeschlagen, dass es den Radfahrern überlassen werden soll, ob sie den Radweg oder die Straße nutzen wollen. Diese Idee habe durchaus Anklang gefunden.

In einer Ortsbegehung, die nun für Anfang Juli anberaumt ist, sollen weitere Eckpunkte erörtert werden. Vor allem aber muss die Gemeinde klären, wie es um die bereits bewilligte Förderung bestellt ist, wenn die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt deutlich geringer ausfällt, als ursprünglich angedacht. Und die Zeit drängt: Denn die Fördergelder sollen in den Jahren 2021 bis 2023 ausgezahlt werden. Voraussetzung dafür ist ein Beschluss des Rates zur Umgestaltung der Ortsdurchfahrt.

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