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Steuerkreis „Fairtrade“ macht konsumkritischen Spaziergang

Nachhaltigkeit im Fokus

Ladbergen

Die Frauen und Männer des Steuerkreises „Fairtrade“ der Gemeinde fuhren nach Münster, um sich vom ökologischen Bauernmarkt auf dem Domplatz inspirieren zu lassen und eine konsumkritische Stadtführung zu unternehmen.

Elfriede und Hermann Hötzel (v.l.), Marlies Schless und Johanna und Hans-Jürgen Mäscher stellten sich dem konsumkritischen

Über den Tellerrand des Ortes hinaus schauten die Frauen und Männer des Steuerkreises „Fairtrade“ der Gemeinde, als sie sich auf den Weg nach Münster machten, um sich vom ökologischen Bauernmarkt auf dem Domplatz inspirieren zu lassen und eine konsumkritische Stadtführung zu unternehmen.

In einer Pressemitteilung lassen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Fahrt und ihre Gespräche in der Fachstelle Weltkirche des Bistums Revue passieren. Anhand einer Weltkarte, die die tatsächliche Größe anhand der Fläche der Länder darstellte, schärften sie ihren Blick in die Welt. Europa wirkte auf dieser Karte verschwindend klein in Relation zum afrikanischen oder asiatischen Kontinent.

Kein moralischer Zeigefinger

Es sei darum gegangen, die unterschiedlichen finanziellen- und strukturellen Machtverhältnisse der sogenannten Industrienationen im Vergleich zu den Ländern des Südens zu beleuchten, ohne dabei den moralischen Zeigefinger zu erheben. Auch über die Nutzung von Handys und die zahlreichen Möglichkeiten alte, nicht mehr gebrauchte Handys sicher und nachhaltig zu entsorgen, tauschten sie sich aus.

Eine weitere Etappe auf dem konsumkritischen Weg war das Lieferketten-Gesetz und die Herkunft von Kleidung. Mit Blick auf einen Textil-Discounter hielten sie sich vor Augen, dass eine Arbeiterin lediglich ein Prozent der Kosten einer Jeans als Lohn erhält, mehr als 50 Prozent hingegen in Handel, Marketing sowie in Werbung und Verwaltung bleiben.

Dass es auch nachhaltige Alternativen gibt, erlebten die Teilnehmer in einem Geschäft am Spiekerhof in Münster, in dem es zertifizierte und nachhaltige Textilien zu kaufen gibt.

Gegen Ende der Tour machten die Frauen und Männer in einem Fairtrade-Laden der Studentengemeinde in der Frauenstraße Station. Dort gab es nicht nur Schokolade oder Kaffee, sondern auch eine Auswahl an Kunstgegenständen und Geschenkartikeln.

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