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Erste Rikscha-Fahrten kommen gut an / Manfred Höse schult Pilotinnen und Piloten

„Noch schöner als erhofft“

Ladbergen

Am Dienstagnachmittag war es soweit. Bürgermeister Torsten Buller gab die Rikscha-Flotte offiziell frei, und die ersten Fahrgäste waren begeistert, dass sie eine Runde durchs Dorf kutschiert wurden.

Von Dietlind Ellerich

Bürgermeister Torsten Buller ist froh, dass die Rikschas starten können und schneidet gut gelaunt das Flatterband vor der Hütte durch. Die ersten Fahrgäste wurden per Los ermittelt. Die vier Seniorinnen genossen den kurzen Ausflug durch den Ort Foto: Dietlind Ellerich

„Noch schöner als erhofft“ sei die Jungfernfahrt gewesen, stellte Ilse Schenke am Dienstagnachmittag nach der ersten Runde im Ort strahlend fest. Gemeinsam mit Ria Kruhl, Gisela Lütkemöller und Adelheid Wichmann hatte die Seniorin Losglück gehabt. Das Quartett durfte vorne auf den beiden Rikschas Platz nehmen und sich von Manfred Höse und Edwin König durch den Ort kutschieren lassen. Eine lange Runde wurde es nicht, denn als Regen einsetzte, wollten alle doch lieber in die Begegnungsstätte Buddemeier ins Trockene.

Bürgermeister Torsten Buller hatte es sich zuvor nicht nehmen lassen, das Band durchzuschneiden, das vor der abschließbaren Hütte flatterte, in der die Gefährte ab sofort untergebracht werden, wenn sie nicht auf Tour sind, und damit den offiziellen Startschuss für die Fahrten zu geben.

Mechthild Teigeler, Leiterin des Seniorentreffs, die sich wie Buller und andere Verwaltungsmitarbeiter für das Projekt stark gemacht hatte, war froh, dass es jetzt endlich losging. Auch Manfred Höse, der die Fahrten koordiniert, die Rikschas in Schuss hält und die Pilotinnen und Piloten schult, war guten Mutes, vor allem zwei Drittel der insgesamt 13 bereits wissen, wie‘s geht. Weitere Schulungen, auch in Sachen Erste Hilfe, gebe es in der kommenden Woche.

Einige Regeln gebe es zu beachten, stellt Höse klar. Man müsse sich mit der Schaltung vertraut machen. Ob er oder sie mit Eco, Normal oder Highspeed fahre, müsse jede(r) selber rauskriegen, sagt er. Wichtig sei zudem, dass die Ladung des Akkus überprüft werde, dass niemand ein- oder aussteige, solange die Feststellbremse nicht angezogen sei, und dass alle Fahrgäste sich anschnallen. „Ohne Gurt fahren wir nicht los“, macht er deutlich und weist darauf hin, dass die Räder keine Rücktrittbremse haben und dass das Lenken einiges an Übung erfordere. „Man darf die Kurven nicht zu schnell nehmen“, weiß er. Damit die Piloten ein Gefühl für die Rikscha-Fahrt bekommen, dürfen auch sie im Rahmen der Schulung einmal vorne Platz nehmen und sich fahren lassen.

Torsten Buller weiß, was es gekostet hat, das Rikscha-Projekt auf den Weg zu bringen. Gut 19 000 Euro seien durch Leader-Zuschüsse gedeckt, zirka 10 000 Euro stammten aus dem kommunalen Haushalt.

Am Donnerstag, 29. September, ab 18 Uhr ist ein Rikscha-Stammtisch geplant. Wer Interesse hat Rikscha-Pilotin oder -Pilot zu werden, wendet sich an Mechthild Teigeler (

 0 54 85/83 26 42).

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