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Die neu gestaltete Außenanlage der Kita „Spielkiste“ kommt bei Klein und Groß an

Nur noch nach draußen

Ladbergen

Seit die Kita „Spielkiste“ eine Bauecke im großen Garten hat, wollen die Kinder nur noch nach draußen, hat die Einrichtungsleiterin Ines Schweer beobachtet. Die neue Anlage verfügt auch über eine Tankstelle, eine Küche, eine Pferdewiese und viele Geräte und Angebote mehr.

Von Dietlind Ellerichund

Mit Hammer und Säge am Werk waren die Kleinen in der Bauecke der Spielkiste. Das Kon-strukt lädt zum Klettern, Springen, Krabbeln und Laufen Foto: Dietlind Ellerich

Hämmern und Sägen stand in den vergangenen Tagen bei den Kleinen der Kindertagesstätte „Spielkiste“ an der Dorfstraße hoch im Kurs. In der Bauecke im großen Garten der Einrichtung ist ein Konstrukt aus Holzlatten entstanden, auf denen die Kinder ebenso laufen, wie sie darüber klettern, darunter krabbeln und ab und zu auch hinterfallen. Das nutzen sie bei dem schönen Wetter ausgiebig, und Leiterin Ines Schweer ist froh, dass ihre Rechnung aufgeht.

„Wir wollten einen Spielplatz mit Aufforderungscharakter, denn die Kinder wollen ja arbeiten“, erläutert sie den pädagogischen Gedanken hinter dem neuen Spielplatz. Die Bauecke, in der Mädchen und Jungen unter Aufsicht werkeln, ist ein Teil davon. Es gibt auch eine Küche, eine Tankstelle, eine Pferdewiese und natürlich Schaukeln, Rutschen, Klettergerüste und viele Flächen und Geräte mehr, die zum Toben und Ausprobieren einladen.

Der „Super-Spielplatz in der Region“, so Schweer, sei von der Spiel-Werkstatt von Jens Jürgensen erstellt worden. Dieser habe nicht nur die Anlage mit den neuen Geräten geplant, sondern auch Vorhandenes integriert und überarbeitet. Ein Glück, denn Schweer und ihr Team hatten befürchtet, dass das beliebte Klettergerüst mit der Elefantenrutsche abgerissen werden muss. Am Ende stellte sich heraus, dass der Zustand des Holzes doch nicht so schlecht war. Kein Abriss also!

Beim Aufbau waren auch die Eltern der insgesamt 26 Mädchen und Jungen mit im Boot. Seit knapp 30 Jahren kann die „Spielkiste“, die seinerzeit aus einer Elterninitiative hervorgegangen ist, auf deren Unterstützung zählen. „Wir haben hier eine sehr enge Bindung zu den Familien“, sagt Schweer, die von Anfang an dabei ist. Wie eng die Beziehung ist, wird am Beispiel einer Erzieherin deutlich. Sie sei als Einjährige in die Spielkiste gekommen und der Einrichtung treu geblieben, sagt Ines Schweer schmunzelnd.

Tatsächlich verbringen die Kleinen und die insgesamt acht Erzieherinnen (davon zwei in Vollzeit) viel Zeit miteinander. „Wir haben nur 45-Stunden-Plätze, weil wir berufstätige Eltern unterstützen möchten“, erläutert Schweer das Konzept. Da bleibt genug Zeit, um in den Zoo, ins Museum, in den Wald, zum Reiten und Schwimmen zu fahren. Schlafpartys für die Jüngeren stehen ebenso im Kalender wie eine mehrtägige Freizeit ins Nordseebad Dangast für die Älteren. Nachdem die Fahrt im vergangenen Jahr Corona-bedingt ausfallen musste, steht seit kurzem fest, dass es in diesem Sommer klappt. „Das ist toll“, findet nicht nur Ines Schweer. Sie weiß von einigen Kindern, die extra aus dem Familienurlaub kommen, um mit an die Nordsee fahren zu können.

„Wann fahren wir los“, fragen am Mittwoch aber erst einmal die zukünftigen Schulkinder, die schon für den Schwimmbadbesuch startklar sind. „Die Schukis haben auf viele Aktionen verzichten müssen“, bedauert Ines Schweer, dass die üblichen Besuche in der Bäckerei, der Arztpraxis oder der Schreinerei wegen Corona abgesagt werden mussten. Ins Freibad nach Tecklenburg geht es für die fünf Schukis in jedem Fall, mit dem knallblauen Bulli der Kita „Spielkiste“.

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