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Annette Schulte-Hillen hilft Mädchen in Uganda

Ohne Schulgeld keine Bildung

Lienen

Eltern, die in Uganda ihr Nachkömmlinge zur Schule schicken wollen, müssen dafür viel Geld bezahlen. Viele Kinder werden daher lieber zur Arbeit geschickt, berichtet eine Lienerin, die im Frühjahr vor Ort war.

-msc-

Die Schülerin Daphine bezahlt im September 2022 Foto: privat

Das gibt es hierzulande schon lange nicht mehr: Um zur Schule zu gehen, muss man in Uganda zuerst einmal Geld bezahlen. Ohne das Schulgeld kein Schreibenlernen und kein Rechnenlernen. „Und wer nicht genug Geld hat, der schickt seine Kinder oder wenigstens ein Kind einfach nicht zur Schule, sondern zur Arbeit. Egal ob das Kind sechs oder zwölf Jahre ist. Die Leute in Uganda denken oft noch sehr traditionell, deshalb trifft das Los besonders oft Mädchen“, berichtet Annette Schulte-Hillen aus Lienen.

Das hat Folgen: „Wer nicht zur Schule geht, muss arbeiten, kann nicht, was die Verwandten und Freunde können, gehört irgendwie nicht ganz dazu. So habe ich das im April dieses Jahres bei mehreren Mädchen in Kasese/Westuganda erlebt.“

Die pensionierte Lehrerin war im Frühjahr über die Organisation „Senior Expert Service“ (SES) mit Sitz in Bonn für einige Wochen als Expertin für die lokale „Alliance for Community and Health Education“ (AFCHE) vor Ort in Uganda in der Kleinstadt Kasese, knapp 40 Kilometer von der Grenze zum Kongo entfernt. (die WN berichteten). Die Organisation vermittelt Renter mit Fachexpertise als Freiwillige an Hilfsorganisationen auf der ganzen Welt.

An der Situation der betroffenen Mädchen könne man jedoch etwas ändern. Das Schulgeld sei für deutsche Verhältnisse gar nicht hoch: 20 bis 30 Euro je nach Schule für ein Trimester, also für vier Monate eines jeden Schuljahres. Das reiche, um einem Mädchen zu besseren Chancen im modernen Leben zu verhelfen, zu einem Leben in Selbstverantwortung und mit Urteilsfähigkeit.

Man kann Pate oder Patin für ein bestimmtes oder mehrere Mädchen werden und es die ganze Schulzeit hindurch fördern. Die geförderten Schülerinnen werden Dankesbriefe schicken und ihr Leben sowie das ihrer Familie beschreiben. „Ich oder eine andere SES-Kraft kann beim nächsten Besuch in Kasese mit den Mädchen und ihren Lehrern sprechen. Statt Patin oder Pate zu werden kann man natürlich auch einmalig einen Betrag spenden. Das neue Trimester beginnt am 23. Januar.

Ugandische Ansprechpartnerin für diese Spendensammlung ist die Organisation „Alliance for Community and Health Education” (AFCHE)“ in Kasese. In jedem Fall erhalten die Spender und Spenderinnen eine Spendenbescheinigung vom Förderkreis des SES (IBAN DE50 3806 0186  2005 820 017, BIC GEN DE  D1 BRS, Projekt: UG-AFCHE 22077852).

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