1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Ladbergen
  6. >
  7. Parkbucht muss Radweg weichen

  8. >

Neue Radverkehrsführung ab Kreisverkehr

Parkbucht muss Radweg weichen

Ladbergen

Die Radverkehrsführung in der Mühlenstraße ist vielen ein Dorn im Auge. Nun gibt es eine Lösung: Der Rat beschloss mit den Stimmen von SPD und Grünen die Variante, die Parkbucht vor der Grillstube zu opfern. Stattdessen wird der dort endende Radweg an der Stelle fortgesetzt. Drei Parkplätze stehen ab Frühjahr 2023 vor dem Hotel Maurer zur Verfügung. CDU und FDP hatten eine andere Lösung favorisiert.

-msm-

Bisher endete der Radweg vom Kreisverkehr kommend unvermittelt an der Parkbucht vor der Grillstube (kleines Bild). Künftig wird diese geopfert, um den Radfahrern freie Fahrt zu gewähren. Foto: Anne Reinker

War‘s das jetzt wirklich? Nachdem der Rat den Teilausbau der Mühlenstraße nach jahrelangem Hin und Her im Sommer endlich beschlossen hatte, ist nun auch die Entscheidung darüber gefallen, wie es mit der Radverkehrsführung vom Kreisverkehr kommend weitergehen soll. Nachdem der Kreis zugesagt hatte, im Zuge der Umgestaltung auf der gesamten Länge der Mühlenstraße eine neue Asphaltdecke aufbringen zu lassen, wollten Verwaltung und Politik die Chance nicht ungenutzt verstreichen lassen und eben auch das zweite „Problem“ direkt mitanpacken. Denn zumindest in dem Punkt, dass die aktuelle Radverkehrsführung laut Bürgermeister „eine Katastrophe“ ist, waren sich alle einig.

Doch der Reihe nach: Auf dem Tisch lagen zwei Varianten. Die der Verwaltung, die den Radweg gerne hinter der Parkbucht vorbei und den Gehweg teilweise über das Grundstück des Wibbeler-Gebäudes führen wollte – wofür das Einverständnis des Eigentümers bereits vorlag. Und da war die Variante der Grünen, die den Radweg geradeaus durch die Parkbucht führen und dafür die vier Stellplätze aufgeben wollten. Weil im Gegenzug der Parkstreifen vor dem Hotel Maurer ab Frühjahr 2023 als öffentlicher Parkraum zur Verfügung stehen wird. Dort gibt es dann drei Parkplätze.

Dass die Entscheidung in der Ratssitzung am Donnerstag zu einer engen Angelegenheit werden würde, schien klar. CDU, FDP und Bürgermeister Buller sprachen sich für den Verwaltungsvorschlag aus, SPD und Grüne für Vorschlag zwei. In der Hoffnung, noch eine Stimme von SPD und Grünen für Variante eins gewinnen zu können, beantragte die CDU eine geheime Abstimmung. Gebracht hat die unterm Strich aber nichts. Mit zwölf zu elf Stimmen setzte sich die zweite Planung durch. Das heißt: Der Parkstreifen vor der Grillstube wird verschwinden.

Und genau dieser Fakt spaltete die Ratsmitglieder. Während Bürgermeister Torsten Buller, Jens Tiemann (FDP) und Reiner Aufderhaar (CDU) den hohen Parkplatzbedarf an jener Stelle in die Waagschale warfen und Andreas Kuck (CDU) betonte, „dass diese auch ständig besetzt“ seien, machten sich Jörg Berlemann (Grüne) und Thomas Kötterheinrich (SPD) für die Förderung des Radverkehrs stark. „Zudem ist das die deutlich sichere Variante“, befand Christoph Korte (SPD). Der Wegfall eines Parkplatzes sei zu verschmerzen, so die Argumentation.

Startseite