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Unfall auf der A 1

Pferdetransporter kollidiert mit Bus

Lengerich

Nach einem Unfall mit einem Pferdetransporter zwischen den Anschlussstellen Ladbergen und Lengerich ist die Autobahn 1 am Mittwochmittag in Fahrtrichtung Süden gesperrt worden. Der Fahrer wurde leicht verletzt, zwei trächtige Stuten hatten weniger Glück.

Michael Baar

Die beiden trächtigen Stuten wurden in eine Tierklinik gebracht. Foto: Michael Baar

Bei einem Unfall mit einem Pferdetransporter auf der Autobahn 1 in Fahrtrichtung Süden zwischen den Anschlussstellen Lengerich und Ladbergen Ladbergen und Lengerich in Höhe des Parkplatzes Buddenkuhle am Mittwoch um 11.26 Uhr der Fahrer des Transporters leicht verletzt worden. Ob zwei trächtige Stuten, die bei dem Zusammenstoß mit einem Bus aus dem Fahrzeug geschleudert wurden, überleben, ist derzeit offen. Die Autobahn in Fahrtrichtung Münster ist seitdem komplett gesperrt. Es hat sich ein kilometerlanger Stau gebildet.

Nach Angaben der Autobahnpolizei hatte der Fahrer des Pferdetransporters aus dem Landkreis Verden offenbar übersehen, dass ein vor ihm fahrender Reisebus verkehrsbedingt abbremsen musste. Der Transporter fuhr auf den Bus auf. Dabei wurden die im Fahrzeug befindlichen trächtigen Stuten halb herausgeschleudert und blieben übereinander in der Tür liegen.

Einsatz für Tierärzte

Den Insassen des Transporters gelang es, mit Hilfe eines Lkw-Fahrers, der sich hinter dem Fahrzeug befunden und noch rechtzeitig abbremsen konnte, sowie den Kameraden der Feuerwehr Lengerich die Pferde auf den Seitenstreifen der Autobahn zu bergen. Vergeblich bemühten sie sich allerdings, die trächtigen Stuten auf die Beine zu bringen.

Zwei Tierärzte, die schnell an der Unfallstelle direkt am Ende des Beschleunigungsstreifens des Parkplatzes Buddenkuhle eintrafen, stabilisierten den Kreislauf der Pferde. Weitere Bemühungen, die Tiere auf die Beine zu stellen, scheiterten ebenfalls.

Mit Hilfe des Teleskopmastes der Lengericher Wehr wurde der nächste Versuch gestartet. Als Gurte dienten Löschwasserschläuche. Zwar gelang es, eine Stute auf die Vorderbeine zu stellen, doch die Hinterbeine zeigten keine Reaktion. Dafür, so einer der Tierärzte, könne es mehrere Ursachen geben. Möglicherweise eine Lähmung, die durch den Unfall ausgelöst worden ist.

Spezialfahrzeug für Pferdetransport angefordert 

Nach diesem gescheiterten Versuch wurde die Stute auf den Rücken gedreht. Mit an den Beinen befestigten Schläuchen wurde sie um 14 Uhr in einen Pferdetransporter verfrachtet und zur Tierklinik in Telgte gefahren.

Bei der zweiten Stute wiederholte sich diese Prozedur. Auch ihr gelang es nicht, die Hinterbeine zu bewegen. Für den Transport dieses Tieres musste ein weiteres Spezialfahrzeug angefordert werden. Ein Wagen der Autobahnpolizei Münster fuhr von der Unfallstelle zur Abfahrt Ladbergen, wechselte dort auf die Fahrspur in Richtung Osnabrück. Er sollte dem Transporter entgegenfahren und durch den Stau zur Unfallstelle lotsen.

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