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Vogelkasten-Aktion der Grünen

Pflanzen-Erlös für 30 Höhlenbrüter-Heime

Ladbergen

„Gentechnik? Patente auf Saatgut? Einheitsbrei statt Vielfalt?“ Gegen diese Entwicklungen wollen Bündnis 90/Die Grünen Ladbergen seit Jahren Zeichen setzen, und so haben sie auch in diesem Frühjahr gentechnisch unveränderte und keimfähige Pflänzchen gegen eine Spende auf dem Ladberger Wochenmarkt abgegeben. Der Erlös ist nun „umgewandelt“ worden in Vogelkästen für heimische Höhlenbrüter.

Hubert Ortmann, Udo Kröger, Monika Stork und weitere Vertreter der Grünen hängten die Nistkästen im öffentlichen Raum auf. Foto: Grüne

„Gentechnik? Patente auf Saatgut? Einheitsbrei statt Vielfalt?“ Gegen diese Entwicklungen wollen Bündnis 90/Die Grünen Ladbergen seit Jahren Zeichen setzen, und so haben sie auch in diesem Frühjahr gentechnisch unveränderte und keimfähige Pflänzchen gegen eine Spende auf dem Ladberger Wochenmarkt abgegeben. Der Erlös ist nun „umgewandelt“ worden in Vogelkästen für heimische Höhlenbrüter.

Wie die Grünen in einer Pressemitteilung schreiben, haben sie für den Spendenbetrag, der eingenommen wurde, bei Hubert Ortmann und Udo Kröger 20 Vogelkästen in Auftrag gegeben. Die beiden haben die Anzahl dann auf eigenes Betreiben hin auf 30 „Vogel-Eigenheime“ erhöht.

Sie haben aus Brettern der heimischen Douglasie dicke schützende Wände für die Kästen gesägt, sie gebürstet, geflämmt, mit Leinöl behandelt und zusammengebaut. Daraus sind wunderschöne Kästen unter anderem für Meise, Trauerschnepper, Haussperling und Grauschnepper geworden – und die sind nun ein Hingucker im Friedenspark, am Rathaus, entlang der Tennisplätze und auf dem Friedhof.

Vor Kurzem sind diese in einer von Monika Stork organisierten gemeinsamen Aktion der beiden Vogelliebhaber und Vertretern der Grünen dort aufgehängt worden. Die Kästen sind nummeriert und mit den genauen GPS-Daten katalogisiert worden. Mit Nägeln aus Aluminium (die nicht rosten und so die Bäume und gleichzeitig Sägen und andere Maschinen schonen) wurden die Kästen in Richtung Ost/Südost aufgehängt.

Der Zeitpunkt vor Beginn des Winters ist laut Ortmann bewusst gewählt, da mangels natürlicher Höhlen, die Vögel die Kästen auch gern als Winterquartier annehmen, wo sie sich gerne mit mehreren „aneinander kuscheln“.

Die jährlichen Kontrollen und die Reinigung werden durch das Team Ortmann/Kröger ehrenamtlich durchgeführt. Die beiden betreuen zurzeit circa 155 Nistkästen. „Unsere Kästen sind jedes Jahr zu 95 Prozent belegt, und das erwarten wir auch für die neuen Kästen“, sagen die Landschaftswächter. „Der Mangel an Wohnraum scheint bei unseren Höhlenbrütern mindestens so stark ausgeprägt zu sein wie bei uns.“

„Zwei Wohnraumprobleme, die wir gerne lösen wollen“, wie Jörg Berlemann lachend kommentierte. „Bei den Vögeln geht’s einfacher und kostengünstiger als bei den Menschen.“

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