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Qualität des Dorfteiches verbessern

Planer kann Kommunalpolitiker nicht überzeugen

Ladbergen

Planer Mario May erläuterte viel – doch er überzeugte die Ausschussmitglieder nicht. Die wollen die Thematik „Dorfteich“ erst einmal innerhalb der Fraktionen besprechen.

Von Anne Reinker

Klare Konturen, ein neuer Zugang zum Wasser und verbesserte Ökologie sollen den Dorfteich künftig aufwerten. Foto: Anne Reinker

Um die Attraktivität und Wertigkeit der Ökologie des Dorfteiches zu verbessern, beauftragte die Gemeinde im vergangenen Jahr das Ingenieurbüro Flick in Ibbenbüren mit der Erstellung eines Konzeptes. Im Februar dieses Jahres wurde dessen Konzept vorgestellt, dessen Optionen bei der Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses am Donnerstagabend näher erläutert wurden.

Auf den Wasserlauf einzuwirken, ist Voraussetzung für eine Aufwertung der Ökologie des Dorfteiches und des Mühlenbachs. Die Möglichkeiten dafür erläuterte Mario May (Ingenieurbüro Flick). Vor allem der hohe Eintritt von Sedimenten beschäftigte die Anwesenden. Um diese Bodenablagerungen zu vermindern, sieht May die Möglichkeit, die Fließgeschwindigkeit des Baches zu erhöhen. Das könne durch das Anlegen einer Buhne unter der Wasseroberfläche im Abzweig zum Dorfteich gelingen.

Im Weiteren, erklärte Mario May, werde die Anlage eines Altgewässers am Südufer, das nur bei Hochwasser mit dem Teich verbunden ist, die Ökologie verbessern. Während der nördliche Bereich klar definierte Konturen erhalten solle, „überlassen wir die Insel komplett sich selbst“, so sein Vorschlag.

Die Umgestaltung des Nordufers werde dem Bereich unter anderem mit einem „Wasserbalkon“, einer Treppe bis in den Teich hinein wie auch der Barrierefreiheit und einer gezielte Bepflanzung eine neue Attraktivität geben. „Das Ganze soll in den Eingang des Parks gerückt werden“, erläuterte May. Eine Optimierung der Verkehrssicherheit für Radfahrer und Spaziergänger ist einer der Punkte in der weiteren Planung.

Die Gesamtmaßnahme ist mit Kosten von 400.000 Euro angesetzt, Förderungen in Höhe von mindestens 65 Prozent sind für einen Ratsbeschluss Voraussetzung.

Allerdings zweifelten die Ausschussmitglieder vor allem am ökologischen Wert. „Ich befürchte“, so Klaus Buddemeier (SPD), „dass die Hauptfließrichtung einsandet“. Das Gleiche vermutete er bei dem kleinen geplanten See. „Die Verbesserung erklärt sich noch nicht“, schloss sich Dr. Thomas Schulze Eckel (FDP) an. Bedenken äußerten auch Jörg Berlemann und Monika Stork (die Grünen) wie auch Ausschussvorsitzender Hartmut Kotlewski (CDU). „Ich zweifele daran, dass das funktionieren wird“, meinte Kotlewski.

Die Einsandung des kleinen geplanten Sees sei „ein ganz natürlicher Prozess“ und verbessere den Biotopwert, erklärte Mario May. Auch die Fließgeschwindigkeit werde durch den Hügel im Abzweig Bach/Teich ausreichend gefördert.

Bürgermeister Torsten Buller teilte die Meinung der Ausschussmitglieder nicht und befand die Maßnahmen insgesamt als gut.

Aufgrund der großen Unsicherheiten wollen die Kommunalpolitiker die Thematik erst einmal innerhalb der Fraktionen besprechen, der vorgestellten Planung wurde dementsprechend nicht zugestimmt.

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