Donnerstag ist landesweiter Warntag

Punkt 10 Uhr geht das Geheule los

Lienen/Ladbergen

Wenn am Donnerstag in Nordrhein-Westfalen zum zweiten Mal der landesweite Warntag stattfindet, fangen auch in Lienen und Ladbergen die Sirenen an zu heulen. Dabei werden in ganz NRW um 10 Uhr sämtliche Warnmittel erprobt. In diesem Jahr lautet das Motto „zusammen:warnen“, denn nicht nur die Behörden, sondern auch der Rundfunk und der Deutsche Wetterdienst spielen eine wichtige Rolle für die Warnung.

Michael Schwakenberg

Neben den klassischen Sirenen kommen auch die neuen Exemplare wie das auf dem Dach des Kattenvenner Feuerwehrhauses (kleines Bild) zum Einsatz, die sich zwar optisch, nicht aber im Ton unterscheiden. Foto: Eckhard Ehmann

Ziel ist, das die Bevölkerung bei Großbränden, Gefahren und Katastrophen flächendeckend schnellstmöglich gewarnt werden kann und die jeweilige Warnung auch versteht.

Am Warntag werden deshalb auch im Kreis Steinfurt die vorhandenen stationären Sirenen heulen – zentral ausgelöst von der Kreisleitstelle in Rheine. Außerdem werden teilweise mobile Sirenenanlagen eingesetzt. Zeitgleich erfolgt eine Probemeldung über die Warn-App Nina, der Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes.

„Entscheidend ist es, die Art des Warntons verstehen zu lernen. Ein auf- und abschwellender Heulton warnt bei Gefahren und fordert auf, einen Rundfunksender einzuschalten und auf Durchsagen zu achten. Ein Dauerton hingegen gibt Entwarnung, eine Kombination aus beiden, also Dauerton, auf- und abschwellender Ton und wieder Dauerton, ist ein Probealarm“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Gemeinde Ladbergen.

Während nach dem Ende des Kalten Krieges landauf landab Sirenen abgebaut wurden, da der Bund das Netz aufgegeben hatte und viele Kommunen es nicht übernehmen wollten, ist das in Lienen und Ladbergen nicht geschehen. In Lienen ist zusätzlich zu den Exem­plaren auf dem alten Kattenvenner Feuerwehrhaus und der Gemeindeverwaltung Anfang des Jahres eine dritte Sirene auf dem Lienener Feuerwehrhaus installiert worden, um Höste besser zu erreichen.

In Ladbergen stehen nach wie vor zwei Sirenen auf dem Dorfladen und dem Tannenhof, eine dritte ist bestellt und soll bald eintreffen. „Die kommt dann auf die Flüchtlingsunterkunft Auf Stieneckers, um den Bereich zwischen Telgter Damm und Mühlenbach besser zu erreichen“, erläuterte Andreas Kipp vom Ordnungsamt der Gemeinde am Mittwoch auf Anfrage der WN. Ganz billig ist das nicht. Rund 6000 Euro kostet so ein Teil inklusive Montage.

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