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Die Bürgerinitiative begrüßt Ankündigung des FMO / Forderung nach Nachtflugverbot

„Realitätsdenken kehrt ein“

Ladbergen/Greven

Dass der Terminal I am FMO künftig nicht für den Flughafen, sondern anders genutzt werden soll, wird von der BI gegen den Ausbau des FMO begrüßt.

Die Foto: Günter Benning

Die Bürgerinitiative (BI) gegen den Ausbau des FMO begrüßt die Ankündigung, dass die FMO-GmbH zukünftig die Nutzung des Terminals I am Flughafen zu Flughafenzwecken aufgeben will und stattdessen eine anderweitige Vermarktung (zum Beispiel für Bürozwecke) anstrebt. Das teilte die BI am Freitag in einem Pressetext mit.

„Endlich kehrt bei den Verantwortlichen der FMO-GmbH ein gewisses Realitätsdenken ein. Die BI hat sich schon immer gegen den übertriebenen Ausbau des FMO gewandt. Die FMO-GmbH hat sich aber vom Wunschdenken leiten lassen und für die geplante Startbahnverlängerung Gutachter beauftragt, die in ihren Gutachten völlig überzogene Passagierzahlen für den FMO prognostiziert haben“, heißt es weiter.

Dementsprechend habe die FMO-GmbH ein Terminal II-Gebäude für eine Abfertigungskapazität von circa fünf Millionen Passagiere errichten lassen, das heute weitgehend nicht genutzt werde und viele Kosten für Abschreibung und Unterhaltung verursacht.

Viele Kosten verursacht

„Leider sind wir es als Bürger der an der FMO-GmbH beteiligten Kommunen, die mit unseren Steuern diese überflüssigen Kosten tragen müssen. Für die Bürgerinnen und Bürger von Greven, Ladbergen und von Teilen von Münster und des Münsterlandes sind aber nicht nur diese finanziellen Lasten zu tragen. Hinzu kommen insbesondere die psychischen und physischen Belastungen, die sich aufgrund des auf Dauer krankmachenden Nachtflugverkehrs am FMO ergeben“, teilt die Bürgerinitiative weiter mit.

Immer wieder habe sie auf diese Gefahren hingewiesen und die Einführung eines Nachtflugverbotes zwischen 22 und 6 Uhr gefordert – ebenso die Räte der Gemeinden Greven und Ladbergen.

„Es wäre sehr zu begrüßen, wenn sich die FMO-GmbH auch in diesem Punkt – auch ohne ein offizielles Nachtflugverbot durch die Landesregierung – von sich aus bewegen würde und den Nachtflugverkehr am FMO einstellen würde. Wie wohltuend dies für die Nachtruhe der vom Nachtflugverkehr am FMO Betroffenen wäre, haben sie alle erleben dürfen, als am FMO aus Corona-Schutzgründen kein Flugverkehr stattgefunden hat“, heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

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