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Leader-Vorstand spricht sich für 65-prozentige Förderung aus

Rückenwind für Rikscha-Projekt

Ladbergen

Wenn wirklich alles glatt läuft, könnten schon im Herbst Rikschas durch Ladbergen fahren. Zugegeben, noch ist das Zukunftsmusik. Und auch der ausschlaggebende Förderantrag muss formell noch gestellt werden. Aber einen wichtigen Schritt ist die Gemeinde auf dem Weg zur Projektverwirklichung schon voran gekommen: Der Vorstand der lokalen Leader-Aktionsgruppe hat sich für eine 65-prozentige Förderung ausgesprochen.

Von Mareike Stratmann

Raus an die frische Luft: Mithilfe zweier E-Rikschas und ehrenamtlicher Fahrer sollen Senioren und mobilitätseingeschränkte Menschen künftig ihre Heimat wieder neu „erfahren“. Foto: dpa

„Ich sehe die Rikschas schon durch Ladbergen fahren“, hatte Thomas Kötterheinrich (SPD) gesagt, nachdem Alexandra Kattmann und Mechthild Teigeler jenes Projekt in der jüngsten Sitzung des Gesellschafts-, Kultur- und Sportausschusses vorgestellt hatten. Und tatsächlich ist die Gemeinde, die die Anschaffung zweier elektrisch unterstützter Räder davon abhängig gemacht hatte, ob etwaige Fördermittel fließen, jetzt einen großen Schritt voran gekommen.

So hatten Bürgermeister Torsten Buller und Klimaschutzmanagerin Alexandra Kattmann den Ladberger Wunsch danach, mobilitätseingeschränkten Menschen mit den E-Rikschas Ausflüge an der frischen Luft zu ermöglichen, in der vergangenen Woche dem Leader-Vorstand der Lokalen Aktionsgruppe Tecklenburger Land im persönlichen Gespräch vorgestellt – und eine positive Rückmeldung bekommen. Zwar müsse der offizielle Antrag noch gestellt werden, sagt die Klimaschutzmanagerin, doch sei das „Formsache“.

Kalkuliert wird für das Projekt mit außerplanmäßigen Gesamtkosten von 30 000 Euro. Darin enthalten sind die Errichtung einer Rikscha-Station in Form einer fest verschließbaren Hütte an zentraler Stelle in Ladbergens guter Stube, der Kauf von zwei E-Rikschas samt Zubehör und die Schulungskosten für die ehrenamtlichen Fahrer, die in den kommenden Monaten rekrutiert werden sollen. 65 Prozent der Kosten – nämlich 19 500 Euro – werden durch Leader-Zuschüsse gedeckt, ein Eigenanteil von 10 500 Euro verbleibt bei der Gemeinde.

Ist der Antrag auf Zuschuss dann auch formell bewilligt, wird die Ausschreibung stattfinden. Parallel dazu sollen ehrenamtliche Fahrer angeworben und im August/September entsprechend geschult werden. Einen Ansprechpartner haben die Beteiligten von Gemeinde, Seniorentreff und Freiwilligen-Forum in Manfred Höse bereits gefunden.

Er und seine Mitstreiter sollen dafür sorgen, dass bei den Ausflügen mit mobilitätseingeschränkten Menschen die Heimat im Tecklenburger Land zusammen „erfahren“ wird. Dass Routen und Orte der Erinnerung neu entdeckt und die Naherholung vor der eigenen Haustür gestärkt wird. Zugleich erregten die Rikschas, sind die Projektverantwortlichen überzeugt, im öffentlichen Raum Aufmerksamkeit und setzten ein deutliches Zeichen für klimafreundliche Mobilität mit Strahlkraft in die Region.

Der Vorstand der lokalen Leader-Aktionsgruppe habe sich von dem Projekt „ganz angetan“ gezeigt, berichtet Alexandra Kattmann Es fördere das Ehrenamt, fülle ein Vakuum und biete den Menschen eine willkommene Abwechslung, berichtet die Klimaschutzmanagerin von dem Treffen. Läuft alles nach Plan und verzögere sich der Start nicht durch etwaige Lieferengpässe bei den Rädern, hofft sie darauf, dass die ersten Fahrten im Herbst stattfinden können.

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