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Kulturbühnen-Vorhang hebt sich am 8. Dezember für die Buschtrommel

Satirisch gen Weihnachten

Ladbergen

Seit drei Jahren freuen sich Ingo Kielmann und Hartwig Pruin bereits auf den Abend, an dem die Buschtrommel dem Publikum bei Buddemeier eine „satirische Weihnacht“ beschert. Am 8. Dezember hat das lange Warten endlich ein Ende. Zugleich zeigen die Macher der Kulturbühne damit auch, dass es die Kleinkunstbühne noch gibt – auch wenn der regelmäßige Vorhang mittlerweile gefallen ist.

Andreas Breiing und

Hartwig Pruin und Ingo Kielmann freuen sich seit Dezember 2019 auf diesen Abend. Denn da verpflichteten die beiden Macher der Kulturbühne das Duo „Die Buschtrommel“, um den Ladbergern im darauffolgenden Jahr eine „Satirische Weihnacht“ zu bescheren. Dann kam bekanntlich Corona – und seither gab es auch keine Veranstaltung der Kulturbühne mehr. Was sich am Donnerstag, 8. Dezember, ändern wird, wenn Britta von Anklang und Andreas Breiing bei Buddemeier zu einem rund zweistündigen Pointen-Feuerwerk einladen. Und: Ein paar Restkarten sind zum Preis von 18 Euro (ermäßigt 15 Euro) noch in der Tourist Information zu haben.

Mit dem Kabarett-Abend zeigen die Kulturbühnen-Macher zugleich, dass es die Kleinkunstbühne, die über zwölf Jahre manch namhaften Kabarettisten nach Ladbergen lockte, nach wie vor gibt. „Ja, wir leben noch“, schmunzelt Hartwig Pruin, der mit Kielmann vor ziemlich genau einem Jahr nämlich angekündigt hatte, dass der regelmäßige Vorhang aufgrund fehlender helfender Hände fallen müsse. Ein Entschluss, an dem bis dato nicht gerüttelt wurde. Wenngleich das Vorhaben, jährlich ein bis zwei Kulturabende im Ort zu organisieren, weiterhin Bestand hat.

So sinnieren die beiden beim Pressegespräch im Fairtrade-Café des Dorfladens darüber, im Sommer und zu Weihnachten weiterhin Kultur anbieten zu wollen. Die Agenturen priesen ihre Künstler zudem weiterhin an. „Aber vielleicht finden sich ja sogar Ehrenamtliche, die mehr wollen als nur zwei Veranstaltungen“, hoffen die beiden insgeheim auf engagierte Nachfolger.

Jetzt aber dürfen sich die Besucher und das bewährte Kulturbühnen-Team zunächst einmal auf eine heilige Nacht freuen, die am 8. Dezember bei Buddemeier aber keineswegs still werden soll. Die Akteure haben sich vorgenommen, gewohnt satirisch und laut eigenen Angaben „sicher schwungvoller als die Impfkampagne (läuft die eigentlich noch?) zu agieren“. Es werde weihnachtlich böse mitsamt gediegenem Gesang, wenn die beiden davon berichten, dass Gott seit der Pandemie so überarbeitet sei, dass er seinen Laden an den Online-Versandhändler Amazon verkauft habe – und für den laufe es im Himmel wie geschmiert.

Derweil bereite sich auf der Erde Familie Zitzewitz auf das Fest der Liebe vor: „Der/die/ das Weihnachtsbaum*in wird mit Omikron-Kugeln geschmückt, die Spitze ziert ‘ne Spritze, und Mutter Zitzewitz bekehrt Flüchtling Mahmut liebevoll zum christlichen Fest: Bescherung statt Beschneidung.“

Los geht‘s am 8. Dezember um 20 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr. Zum Schutz der Besucher sei das Kontingent an Karten auf 80 reduziert worden, um die Abstände zwischen den Plätzen zu vergrößern. Außerdem dürften gerne Masken getragen werden, berichten Kielmann und Pruin. Für sie sollte der Auftritt der Buschtrommel ursprünglich das Highlight im Veranstaltungsjahr 2020 werden. Nun wird es das zwei Jahre später. Aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.

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