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Umbau der Schulküche beschlossen

Schule im Fokus der Politik

Ladbergen

In der Grundschule ist Ruhe eingekehrt. Bis zum 9. Januar sind Weihnachtsferien. Und trotzdem sorgt die einzige Bildungseinrichtung vor Ort für ordentlich Gesprächsstoff innerhalb der Politik und Verwaltung. Es geht darum, dass die Einrichtung an ihre Kapazitätsgrenzen stößt. Vor allem dann, wenn die Grundschule ab dem kommenden Schuljahr vierzügig wird. Die Politik hat sich nun für eine schnelle des Lösung des Problems stark gemacht – kurz- wie mittelfristig.

Die Schulküche sieht eigentlich ganz gediegen aus, stößt vom Platz her aber an ihre Grenzen, wenn dort Tag für Tag mehr als 120 Schülerinnen und Schüler der OGS im Dreischicht-Betrieb ihr Mittagessen einnehmen. Foto: Anne Reinker

In der Grundschule ist Ruhe eingekehrt. Bis zum 9. Januar sind Weihnachtsferien. Und trotzdem sorgt die einzige Bildungseinrichtung vor Ort für ordentlich Gesprächsstoff innerhalb der Politik und Verwaltung. Da die Schule, wie berichtet, im kommenden Sommer erstmals vierzügig wird und auch die Offene Ganztagsschule einen großen Zulauf erlebt – für das kommende Schuljahr gibt es 151 Anmeldungen –, wird es im Gebäude auf dem Rott verdammt eng. Zu eng. Es muss dringend Abhilfe geschaffen werden. Darin sind sich die Politiker aller Couleur einig.

„Wir sind der Meinung, dass es hier dringenden Handlungsbedarf gibt und wir schnellstens einen Anbau realisieren müssen“, betont Reiner Aufderhaar (CDU). Und auch für Thomas Kötterheinrich (SPD) steht außer Frage, „dass die Planungen für eine Erweiterung des Schulgebäudes ohne Wenn und Aber umgehend begonnen werden müssen“. Das sehen Jens Tiemann (FDP) – „der Bau muss auf jeden Fall her“ – und der scheidende Fraktionssprecher der Grünen, Jörg Berlemann, genauso. „2023 müssen Verwaltung und Politik eine Lösung finden, die dem langfristigen Bedarf gerecht wird und schnellstmöglich umgesetzt wird“, betont dieser.

Er weist ferner darauf hin, dass sich seine Fraktion „gut ein mit der Kirche ausgehandeltes Gesamtpaket vorstellen kann“. Die SPD plädiert für einen „Erweiterungsbau, bei dem die Gemeinde als Bauherr auftritt“. Für Jens Tiemann ist die Frage des Bauherrn zweitrangig. „Wichtig ist, dass es zügig vorangeht.“ Und er macht sich ebenso wie die CDU dafür stark, dass der Erweiterungsbau auf der Parkplatzfläche realisiert wird. Reiner Aufderhaar hofft, „nach Möglichkeit bis 2025 in zweigeschossiger Bauweise mit Dachausbau mindestens acht Klassenräume und eine Küche zu errichten, die für mindestens 100 Schüler ausgelegt ist.“

Um der Platznot kurzfristig Herr zu werden, wird im kommenden Jahr folgendes passieren: Die Küche und der angrenzende Lagerraum werden umgebaut. So wird ein weiterer Konvektomat aufgebaut, zudem die Spülstraße in der Küche ausgebaut. Um die Platzprobleme in der Mensa in den Griff zu bekommen, bedarf es einer neuen platzsparenden, aber trotzdem kindgerechten Bestuhlung. Der Kostenpunkt für die beschriebenen Maßnahmen: etwa 25.000 Euro.

Doch auch personell muss nachgebessert werden: So wird die Stelle einer Küchenkraft zeitnah um 15 Stunden aufgestockt, zum 1. August 2023 eine weitere Kraft mit 20 Stunden eingestellt. Dafür hat sich der Rat in seiner letzten Sitzung ausgesprochen.

Und um ausreichend Platz für die Betreuung aller Kinder zu gewährleisten, wird die Übermittagsbetreuung ab August 2023 an zwei Standorten stattfinden – zum einen in der Schulbücherei im Obergeschoss, zum anderen im benachbarten Jugendzentrum. Damit können vier OGS-Gruppen in den bereits vorhandenen Raummodulen untergebracht werden, zwei bleiben in den OGS-Räumen.

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