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Kunstprojekt an der Grundschule

Schüler erfüllen sich einen Herzenswunsch

Ladbergen

Ein Kunstprojekt an der Grundschule Ladbergen ist zu einem echten Hingucker geworden: Die Kunstwerke der Kinder schmücken nun unter anderem die Spielehütte.

Von Anne Reinker

Inzwischen schmücken die Bilder der Kinder unter anderem die Spielehütte. Foto: Ines Dettloff

Der Schule ein Gesicht geben, das ist ein Anliegen, das hinter dem aktuellen Kunst-Projekt der hiesigen Grundschule steht. Klassenübergreifend erarbeitete die Künstlerin Ines Dettloff mit den Kindern großformatige Bilder, die bald an mehreren Stellen die Schule zieren soll. Nun wurde das Projekt beendet, und alle Beteiligten präsentierten das Resultat begeistert.

„Es war ein Herzenswunsch von allen, die Schule bunter zu gestalten“, sagte Susanne Walcher (stellvertretende Schulleiterin). Das ist gelungen, denn die Platten mit den farbenfrohen Abbildern von Mädchen und Jungen werden am Eingang zur Einrichtung, zum Schulhof und an der Spielehütte montiert.

An sechs Freitagen arbeitete Ines Dettloff mit den Kindern gruppenweise. Vorbereitet waren die Platten da mit den Umrissen der Figuren, die die Grevener Künstlerin nach dem Neo-Pop-Stil des Malers Romero Brito entworfen hatte.

„Jedes Kind hat sich an seiner Klassenfigur beteiligt“, erklärte Ines Dettloff. Manche seien erst sehr zögerlich gewesen, hätten sich nicht richtig getraut, zur Farbe zu greifen und loszulegen. Dann wurde aber mit großer Ruhe und Geduld gemalt, berichtete Dettloff. „Sie haben gemerkt, wie viel Spaß Kunst machen kann.“

Sehr beeindruckt davon war Susanne Walcher. „Alle sind mit großer Erwartung oder Vorfreude in den Werkkeller gegangen und alle kamen beseelt wieder hoch“, sagte sie. Was sie so toll am Endresultat findet: „Die Kinder identifizieren sich mit ihrem Bild, zeigen aber auch die Wertschätzung gegenüber den Bildern der anderen Klassen“, erklärte sie. Das gemeinsame Schaffen sei ein wichtiger Aspekt bei der Kunst-Aktion gewesen. „Aus der Klassengemeinschaft ist eine Schulgemeinschaft entstanden“, so ihr Eindruck.

Susanne Walcher betonte ihren Dank an den Förderverein: „Ohne ihn wäre es nicht gegangen.“ Denn dieser hatte das Ganze zu hundert Prozent finanziert. „Das Projekt wollten wir sofort gerne unterstützen“, erklärte Denise Ehmann. Als die Schule mit der Idee an den Vorstand herangetreten sei, war man direkt begeistert. „Die Schüler haben einen Wiedererkennungswert in ihren eigenen Werken“, meinte sie. „Und sie regen zur Kommunikation an“, fügte Annette Hugenroth, FV-Vorsitzende, hinzu. Es sei zwar kostspielig gewesen, aber der Aufwand habe sich gelohnt.

Ganz entzückt und auch beeindruckt waren die Kinder mit Blick auf ihre Werke und das gesamte Endresultat. „Es hat mir gefallen, dass wir so viel daran machen konnten“, sagte beispielsweise die neunjährige Emmi. „Und dass die Figuren so bunt sind“, fügte die gleichaltrige Lara hinzu. Das Format war eine der Besonderheiten des Projekts, ist doch normalerweise DIN A3 im Kunstunterricht üblich. „Das hat einfach viel Spaß gemacht, weil die Figuren so groß zu bemalen waren“, meinte der Viertklässler Jake. Zudem wird es wohl der Kunststil von Romero Brito gewesen sein, der faszinierte und auch zum Malen animierte.

Ines Dettloff ist sich sicher, dass die Bilder – aufgrund ihrer Materialauswahl - auch noch in vielen Jahren in ihren leuchtenden Farben das Gesicht der Schule präsentieren werden.

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