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Flughafen-Chef Schwarz zur aktuellen Situation am FMO

Seit April auf Vor-Corona-Level

Ladbergen

Professor Dr. Rainer Schwarz ist ein gerngesehener Gast in den Sitzungen des Umwelt- und Verkehrsausschusses der Gemeinde Ladbergen. Am Donnerstag sprach der Flughafen-Chef über die Entwicklung der vergangenen Jahr, den Kamp um neue Destinationen und seine persönlichen Prognosen für den FMO.

Stand den Ausschussmitgliedern am Donnerstag Rede und Antwort. Professor Dr. Rainer Schwarz Foto: Wilfried Gerharz

Professor Dr. Rainer Schwarz ist in den Sitzungen des Umwelt- und Verkehrsausschusses ein gerngesehener Gast, wenn es darum geht, über die aktuelle Lage des Flughafens Münster/Osnabrück zu berichten. Am Donnerstag drehte sich im Vortrag des Geschäftsführers vieles um die Entwicklung der Fluggastzahlen der vergangenen drei Jahre. Vor allem der Einfluss der Corona-Pandemie habe dabei eine gewichtige Rolle gespielt.

Man habe seit Ostern einen deutlichen Aufschwung verzeichnen können, legte Schwarz den Ausschussmitgliedern und Gästen dar. „Seit April sind wir wieder auf dem Level von 2019“, so der FMO-Chef. „Die Menschen haben einen starken Nachholbedarf.“ Die Touristik lebe davon, dass „die Leute nach zwei Jahren Nord- und Ostsee wieder etwas anderes sehen wollen“, so Schwarz. Insgesamt erwarte der FMO in diesem Jahr über 750 000 Passiere und bewege sich damit auf Vor-Corona-Niveau. Langfristig dürften sich die Zahlen etwas erhöhen, prognostizierte er. Da die niederländische Regierung plane, die Flugbewegungen des Flughafens Amsterdam/Schiphol ab Ende 2023 zu deckeln, erwarte man Auswirkungen auf die Zahlen des FMO.

Die „desaströsen“ Abfertigungen, die die großen Flughäfen durch den Ansturm der Reisenden sowie durch die Pilotenstreiks in diesem Sommer erlebten, habe man am FMO nicht gespürt. Stolz präsentierte Schwarz ein Google-Nutzer-Ranking des Fluggastrechteportals Airhelp, bei dem der FMO mit seinen Bewertungen Platz eins belegt.

Zufrieden dürften die Ausschussmitglieder die Ausführungen zum Thema Ökologie verfolgt haben, stellte Schwarz doch eine Statistik vor, mit der er eine CO2-Neutralität bis 2030 ankündigte. „Das ist keine utopische Vorstellung“, sagte Professor Dr. Rainer Schwarz. Seien doch gute Ergebnisse durch den Wechsel von Gas auf Fernwärme, die Umstellung der Beleuchtung sowie eines wesentlichen Teils des Fuhrparks erzielt worden.

Auf den wieder steigenden Schallpegel, auch aufgrund des Nachholbedarfs im touristischen Bereich, müsse man sich einstellen, sagte Dr. Thomas Schulze Eckel (FDP) in der anschließenden Diskussion. Seine Frage an den FMO-Geschäftsführer: „Hat die Inflation Auswirkungen auf die Planungen der Fluggesellschaften?“ Er selbst sei verunsichert, entgegnete Professor Dr. Rainer Schwarz daraufhin, aber: „Die Gesellschaften planen, als wenn es kein Morgen geben würde.“ Er sei indes überzeugt, dass die derzeitige Lage aber nicht „spurlos an uns vorbei gehen wird“ und in seiner persönlichen Meinung dazu zurückhaltend.

Hinsichtlich der Frage von Thomas Schulze Eckel, ob sich die Anzahl der Zielort steigern werde, entgegnete Schwarz, dass man die Planungen um neue Ziele, beispielsweise die angedachte Destination Wien, „mühsam wieder angehen“ müsse.

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