Ladbergen bekommt zwei weitere Teststellen / Lienen geht leer aus

Sicherheit binnen 60 Sekunden

Ladbergen/Lienen

Über 600 Abstriche werden im Testzentrum an der Apotheke am Rott Woche für Woche genommen – und trotzdem sind die Kapazitäten bisweilen erschöpft. Da kommt die Ankündigung des Unternehmens APH aus Senden gerade recht: Am Montag, 3. Mai, werden zwei weitere Teststellen in Ladbergen den Betrieb aufnehmen. Betreiber ist die APH UG aus Senden. Auch in Lienen hätte das Unternehmen gerne eine weitere Teststelle eingerichtet – ohne Erfolg.

An der Lönshalle und im Industriegebiet gehen zwei neue Corona-Testzentren an den Start. Foto: Dietlind Ellerich

Man braucht ihn beim Friseur, im Baumarkt, im Schuhgeschäft oder im Zoo. Ohne negatives Covid-19-Testergebnis stehen Kunden und Besucher vielerorts vor verschlossenen Türen. Und wer sich gestern in Ladbergen noch auf die Schnelle testen lassen wollte, schaute in die Röhre. Im Testzen-trum der Apotheke am Rott waren alle Termine vergeben. „Kurz vor Feiertagen wird das schon mal eng“, erklärt Brigitte Westermann.

Seit dem Start des dortigen Testzentrums habe man die Kapazitäten bereits ausgeweitet. Mehr als 600 Abstriche pro Woche werden dort mittlerweile genommen, berichtet die Leitende Apothekerin. „Es läuft super. Das Angebot wird sehr gut angenommen, und die Nachfrage steigt weiter.“ Entsprechend empfindet sie es auch als „gut für Ladbergen und die Versorgung hier“, dass in der kommenden Woche zwei weitere Corona-Schnelltestzentren an den Start gehen.

Denn dass der Bedarf da sei, teilt auch die Geschäftsführung der betreibenden APH UG aus Senden mit. Aufgenommen wird der Betrieb am Montag, 3. Mai, jeweils um 8 Uhr – zum einen an der Lönshalle, Lönsweg 31, zum anderen im Industriegebiet am Heidesch 6, kündigt das Unternehmen an.

Auch in Lienen hatte es die Einrichtung eines Testzentrums geplant. Die kurzfristige Absage der katholischen Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen als Vermieter hatte den Betreiber am Dienstag kalt erwischt. „Nach Rücksprache mit dem Leitenden Pfarrer und auch weiteren Mitgliedern des Kirchenvorstands möchten wir daher darauf verzichten, Ihnen das Pfarrheim als Testzentrum zur Verfügung zu stellen, da insbesondere die Rahmenbedingungen dafür nicht mehr gegeben sind“, zitiert die APH-Geschäftsführung aus dem Schreiben des stellvertretenden Vorsitzenden des Kirchenvorstands, Franz-Josef Konermann.

Er hatte zuvor darauf hingewiesen, dass der Heizölbestand im alten Pfarrheim auf nahezu Null zurückgefahren sei, sodass das Gebäude, das kurz vor dem Rückbau stehe, nicht mehr beheizt werden könne und es auch kein warmes Wasser mehr gebe. Beides spiele für ein APH-Testzentrum aber keine Rolle, weil die „Kunden“ nur wenige Minuten lang vor Ort sind. Fassungslos machte die Verantwortlichen die Absage auch deshalb, weil der Kreis Steinfurt die Kommunen und Kirchengemeinden um Unterstützung bei der Einrichtung bittet.

In Ladbergen konnte APH, das bereits weitere Teststellen in Horstmar, Dülmen und Münster-Gievenbeck betreibt, auf Hilfe seitens der Gemeindeverwaltung zählen. „Die Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister ist sehr gut“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Am Wochenende werden die Teststellen eingerichtet, damit es am Montag pünktlich losgehen kann. „Sicherheit binnen 60 Sekunden“ verspricht das Unternehmen, dazu für alle eine FFP2-Maske oder ein Desinfektionsmittel als Geschenk. „Das Ergebnis gibt es per E-Mail oder auch vor Ort ausgedruckt“, so die Geschäftsführung.

Öffnungszeiten Teststelle Lönsweg 31: Montag, Mittwoch und Freitag 9 bis 13 und 15 bis 18 Uhr, Dienstag und Donnerstag 9 bis 13 Uhr, Samstag 9 bis 14 Uhr.

Öffnungszeiten Teststelle Heid­esch 6: Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr.

Die Registrierung für einen Schnelltest ist voraussichtlich ab diesem Wochenende über die Internetseite www.1atest.info möglich. Testwillige können aber auch ohne Termin erscheinen.

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