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Großplakate sorgten im Wahlkampf für Rückenwind für Torsten Buller

Sieg nach holprigem Start

Ladbergen

„Dieses Wahlergebnis ist für mich Verpflichtung und Verantwortung zugleich, alles zu tun, um meine im Wahlkampf formulierten Ziele für unser Ladbergen zusammen mit allen Bürgerinnen und Bürgern, dem Rat und der Verwaltung erfolgreich umzusetzen“, kommentiert Torsten Buller seinen Wahlsieg. Am Morgen danach ist das Adrenalin weitgehend raus, und der frisch gewählte zukünftige Verwaltungschef hat das Ergebnis nicht nur gefeiert, sondern auch eine Nacht darüber geschlafen.

Dietlind Ellerich

Torsten Buller verlegt seine Arbeitsstätte aus der Landeshauptstadt ins Heidedorf. Foto: privat

„Dieses Wahlergebnis ist für mich Verpflichtung und Verantwortung zugleich, alles zu tun, um meine im Wahlkampf formulierten Ziele für unser Ladbergen zusammen mit allen Bürgerinnen und Bürgern, dem Rat und der Verwaltung erfolgreich umzusetzen“, kommentiert Torsten Buller seinen Wahlsieg.

Am Morgen danach ist das Adrenalin weitgehend raus, und der frisch gewählte zukünftige Verwaltungschef hat das Ergebnis nicht nur gefeiert, sondern auch eine Nacht darüber geschlafen.

Zeit, die vergangenen knapp zwei Jahre kurz Revue passieren zu lassen und den Wahlsieg einzuordnen. Denn der war seit April 2019 – als klar war, dass er gegen einen ortsansässigen Kandidaten und drei Parteien antreten würde – alles andere als sicher. „Da sah ich meine Felle davonschwimmen“, erinnert er sich. „Wir haben einfach weitergemacht“, sagt der parteilose Kandidat, der mit einem CDU-Ticket unterwegs war, noch am Wahlabend. Er habe gehofft, dass seine breitgefächerte Berufserfahrung in der öffentlichen Verwaltung, den Wähler überzeugen würde. Das hat geklappt, auch wenn das Ergebnis mit 51,8 Prozent knapp ist.

Rückenwind verspürte Torsten Buller nach dem corona-bedingten holprigen Start in den Wahlkampf, als er und sein Team Ende Juli die Großplakate im Ort aufstellten. „Das hat etwas ins Rollen gebracht“, sagt er. Auch der Haustür-Wahlkampf habe sich gelohnt, ist er sicher: „Im Außenbereich habe ich wirklich an jeder Tür Gespräche geführt“. „Gute Gespräche mit jeder Menge gutem Feedback“, stellt er im Rückblick fest.

An den Nerven gezerrt hat der Wahlabend dennoch, zumal beide Kandidaten während der Auszählung lange beinahe gleichauf waren. Dass er im zukünftigen Rat einer satten Mehrheit der Parteien gegenübersitzt, die Thomas Kötterheinrich im Kampf um das Bürgermeisteramt unterstützt haben, sieht Torsten Buller nicht als Problem. Er sei sicher, dass er mit allen Parteien gut zusammenarbeiten werde und habe auch schon entsprechende Gespräche geführt, sagt der zukünftige Verwaltungschef.

Seine Marschroute für die kommenden Tage steht fest. Am heutigen Dienstag wird er bei seinem Arbeitgeber, dem Landesministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Sonderurlaub für die nächsten fünf Jahre beantragen. „Ich bin optimistisch, dass der Antrag gewährt wird“, sagt er am Montag schmunzelnd. Weiter steht ein Treffen mit dem amtierenden Bürgermeister Udo Decker-König in seinem Kalender. Außerdem möchte er bald die Mitarbeiter kennenlernen und hinter die Kulissen der Verwaltung schauen.

Der Ladberger Rat wird sich voraussichtlich Ende Oktober konstituieren.

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