Genossen stellen Antrag an die Gemeindeverwaltung

SPD: „25 Prozent für geförderten Wohnungsbau“

Ladbergen

Die SPD wünscht sich, dass zukünftig bei der Ausweisung von Baugebieten 25 Prozent der Wohneinheiten für geförderten Wohnungsbau berücksichtigt werden. Sie stellten einen entsprechenden Antrag an die Verwaltung. Die Grünen stünden dem „wohlwollend“ gegenüber, weiß der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Kötterheinrich.

Mehr geförderten Wohnungsbau wünschen sich die Ladberger Sozialdemokraten. Foto: wer

Das Thema Bau von gefördertem Wohnraum steht nicht zum ersten Mal auf der Tagesordnung, wenn es demnächst auf Antrag der SPD von der Politik beraten wird. Erst vor wenigen Jahren hatten die Grünen einen ähnlich gelagerten Antrag gestellt, der damals mit den Stimmen von Grünen und SPD jedoch keine Mehrheit fand. Jetzt, da die SPD und die Grünen über zwölf der 23 Stimmen im Rat verfügen, könnte es anders aussehen. Zumal die Grünen, so der Fraktionsvorsitzende der SPD, Thomas Kötterheinrich, dem Antrag der Genossen „wohlwollend“ gegenüber stünden.

Was genau ist geplant? In ihrem Antrag an die Verwaltungsspitze bedauern die Sozialdemokraten, dass es trotz des Baus von sehr viel Wohnraum für den freien Wohnungsmarkt für Einkommensschwache, insbesondere Familien mit Kindern, immer schwieriger werde, eine bezahlbare Wohnung im Ort zu finden. „Da wir Ladbergen als familien- und kinderfreundliche Gemeinde weiterentwickeln möchten, sollte zukünftig auch adäquater Wohnraum durch staatliche Förderung insbesondere für diesen Personenkreis geschaffen werden“, führen die Genossen aus. Konkret fordern sie, dass bei der Ausweisung von Baugebieten zukünftig mindestens 25 Prozent der Wohneinheiten für geförderten Wohnungsbau berücksichtigt werden. „Dieses trifft dann zu, wenn durch einen neuen oder geänderten Bebauungsplan mindestens zehn Wohneinheiten geschaffen werden“, heißt es weiter in dem Antrag.

Außerdem wünschen sich die Sozialdemokraten, dass in diesem Zusammenhang zukünftig die Schaffung von Mehrgenerationenhäusern oder Pflegewohngemeinschaften geprüft wird. Solche alternative Wohnformen finden immer größeren Zuspruch, machen sie deutlich.

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