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Heiligabend im Jugendzentrum

Spielerisch aufs Christkind gewartet

Ladbergen

Nach einer Corona-bedingten Pause 2020 hat das Jugendzentrum in Ladbergen an Heiligabend wieder junge Menschen eingeladen, sich die Wartezeit auf die Bescherung zu verkürzen. Die Besucherzahl war begrenzt, die kommen durften, hatten ihren Spaß.

Von Anne Reinker

Spaß hatten die Kinder und Jugendlichen beim Besuch des weihnachtlichen Treffens am Heiligabend. Foto: Anne Reinker

Schmerzlich vermisst worden ist im vergangenen Jahr das weihnachtliche Treffen im Jugendzentrum. Nach der aktuellen Corona-Regelung durften jetzt immerhin 20 Besucher zum lockeren Beisammensein am Nachmittag des Heiligabend erscheinen. Die hatten ihren Spaß und konnten sich so das Warten auf die Bescherung verkürzen.

Schon seit den 1980er-Jahren findet die Veranstaltung statt. Unter solch Voraussetzungen wie diesmal aber noch nie. „Wir sind froh, dass wir das heute wieder so anbieten können“, äußerte sich Christiane Weinmar erleichtert, dass nicht in den letzten Tage vor dem 24. noch Vorgaben kamen, die das Ganze verhindert hätten.

Häufig genug ist es seit Beginn der Pandemie vorgekommen, dass der Besuch des JZ nicht möglich war. „Wir haben immer Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen gehalten“, berichtete Christiane Weinmar, die gemeinsam mit Leiterin Regina Stork für die Einrichtung verantwortlich ist. „Wir hatten Fenstergespräche“, fügte die Erzieherin hinzu. „Es war wunderbar, danach wieder anfangen zu dürfen“, betonte sie, wie wichtig der Besuch für die jungen Leute ist.

Es wäre schade gewesen, wenn vor allem das Warten auf das Christkind nicht hätte stattfinden dürfen. Denn man konnte verfolgen, wie sehr die jungen Leute das Treffen und Miteinanderspielen genossen. „Am liebsten spiele ich hier Billard oder Dart“, sagte der 13-jährige Sam. Dies vor allem am Heiligabend vor der ersehnten Bescherung machen zu können, fand auch sein Mitspieler Colin toll: „Dann langweile ich mich nicht zu Hause“, erklärte der Zehnjährige, dass die Wartezeit sonst lang geworden wäre. Neben den üblichen Spielmöglichkeit konnte noch eine Weihnachts-DVD geschaut werden, in diesem Jahr „Der Grinch“. Zudem durften die jungen Gäste noch die Spielautomaten kostenfrei benutzen, und es gab nicht nur warme Getränke und Plätzchen, sondern auch noch ein Geschenk bei der Verabschiedung.

In „normalen“ Jahren waren es schon mal 50 Gäste, die dem JZ einen Besuch abstatteten. Vor allem für einige der Älteren hat das Tradition. „Toll, dass auch manchmal Ehemalige mit ihren Kindern kommen“, freute sich Christiane Weinmar über die Treue der „Stammgäste“.

Auch dieses Mal ließen es sich einige nicht nehmen, wenigstens kurz zum Eingangsbereich zu kommen. Markus Aufderhaar wollte, wenngleich er aufgrund der maximalen Besucherzahl nicht in das Gebäude eintreten konnte, wenigstens einmal Hallo sagen. Schön sei es immer, das Jugendzentrum zu besuchen, meinte Aufderhaar, der damals auch beim Kinderferienprogramm mitmachte und später den Zivildienst im Haus absolvierte. Auch bei den Weihnachtsfeiern der früheren Jahre habe es immer einen Kinderfilm gegeben, erinnerte er sich. „Aber damals war es ein Super-8 Film“, wusste er noch zu berichten.

Bleibt für Christiane Weinmar und Regina Stork, aber vor allem auch für die Ladberger Jugend zu hoffen, dass das JZ auch weiterhin geöffnet sein darf.

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