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Ferienprogramm bei Feuerwehr und DRK

Spielerisch um Nachwuchs werben

Ladbergen

Spielerisch um Nachwuchs werben, das war ein Aspekt des Tags der offenen Tür, zu dem Freiwillige Feuerwehr und DRK-Ortsverein im Rahmen des Ferienprogramms eingeladen hatten.

Von Luca Pals

Zur Ausrüstung der Fahrzeuge hatten die Heranwachsenden viele Fragen. Foto: Luca Pals

1800 Liter Löschwasser, 15 Tonnen schwer und 290 PS stark – das sind die Eckdaten des „HLF 10“. Das Einsatzfahrzeug steht seit bald einem Jahr in den Hallen der Freiwilligen Feuerwehr. Das Hilfsleistungs-Löschfahrzeug stand am Samstag im Mittelpunkt: Beim Nachmittag des Kinderferienprogramms.

20 Kinder tobten sich über zwei Stunden an vier Stationen aus. Gemeinsam mit dem DRK Ladbergen machte die Feuerwehr laut Andreas Borgmeier deutlich, dass sie einsatzbereit und ein guter Ort für Kinder und Jugendliche ist.

Mit letzterem spricht Borgmeier die Abteilung der Jugendfeuerwehr an, deren stellvertretender Leiter er ist: „Wir wollen natürlich bei den Kids werben. Die Jugendfeuerwehr ist in Ladbergen ein super Angebot, das sowohl in Praxis und Theorie auf den Eintritt in die aktive Wehr vorbereitet, als auch für Spiel und Spaß sehr viel zu bieten hat“, so der Ladbergen. Genau dafür wolle man in den kommenden Monaten weiter die Werbetrommel rühren. Der Grund liegt auf der Hand: „Wir haben vier Jugendliche in der Jugendfeuerwehr. Das ist sehr wenig. Da brauchen wir einfach mehr Nachwuchs.“ Die Gründe seien vielfältig: „Es gibt einige, die jetzt mit 18 in die aktive Wehr eingetreten sind und uns deswegen fehlen. Auch Corona wird sich, weil man sich nicht präsentieren und wenig Programm anbieten konnte, darauf ausgewirkt haben. Der Trend ging aber schon vor der Pandemie in diese Richtung.“

Um mehr Kinder für den Wehr-Nachwuchs begeistern zu können, wurde unter anderem das Eintrittsalter auf zehn Jahre – und damit dem Zeitraum, an dem der Wechsel auf die weiterführende Schule ansteht – gesenkt.

Anders stellt sich die Situation beim DRK dar. Das Rote Kreuz zeigt am Samstag, was im Ernstfall zu tun ist: Die klassische Unfallsimulation ist noch das beste Beispiel, um direkt aktiv zu werden. Verbände binden, die verletzte Person mit einer Schutzdecke einwickeln, die stabile Seitenlage üben – die Kids sind mit Eifer dabei. Eine eigene Jugendabteilung hat der Ladberger Ortsverband auch – für diesen wird an diesem Nachmittag auch geworben. Vor zwei Jahren hat er sich gegründet, schnell sei die Pandemie als mächtiger Bremsklotz gekommen. Große Erfahrungswerte können die DRKler aus Ladbergen in ihrem Jugendbereich daher nicht verkünden, sechs Mädchen und Jungen sind aktuell dabei.

Und sonst? Der neueste Wagen aus dem Fuhrpark steht im Mittelpunkt. Jan Fahrenhorst erklärt den Gruppen, die sich aufgrund von Corona-Auflagen nicht vermischen und im Gebäude nur mit Maske fortbewegen dürfen, die Details: Wo sind die wichtigen Werkzeuge? Wer sitzt bei einem Einsatz auf welchem Platz? Welche Hilfsmaterialien bietet das Löschfahrzeug?

An der dritten Station geht es spielerischer zur Sache: Wasserspiele begeistern den Nachwuchs – bis ein heftiger Schauer einsetzt und die Blauröcke umdenken müssen. Die vierte Station für den Nachmittag, der traditionell schnell ausgebucht war, zeigt, was im Notfall zu tun ist und wie der Anruf bei der Feuerwehr im Ernstfall ablaufen muss.

Dieses Angebot im Rahmen des Ferienprogramms hat bei dem einen oder anderen Teilnehmer vielleicht Appetit auf mehr geweckt. Interessierte für die Jugendabteilungen von Feuerwehr und Rotem, Kreuz können sich bei den jeweiligen Verantwortlichen telefonisch oder per Mail melden. Die Jugendfeuerwehr trifft sich zwei Mal im Monat, jeden zweiten und vierten Montag ab 18 Uhr im Feuerwehrhaus an der Lengericher Straße.

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