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Zeichnet sich ein Kompromiss ab?

Thema Mühlenstraße: zurück in den Bauausschuss

Ladbergen

Das Thema Mühlenstraße ist noch nicht durch. Statt eine Entscheidung für eine der vorliegenden Lösungen zu treffen oder die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt ganz einzustampfen, geht das Thema zurück in den Bauausschuss. Dort soll eine neue Variante überdacht werden, die womöglich mehrheitsfähig ist. Allerdings betonten alle Parteien in der Ratssitzung, dass es in diesem Jahr noch zu einer Entscheidung kommen soll.

-msm-

Das Thema Mühlenstraße bleibt der Politik weiter erhalten. Im Bauausschuss soll über einen weiteren Vorschlag diskutiert werden. Foto: Birga Jelinek

Es war das Thema, bei dem man als Besucher der Ratssitzung die intensivsten Diskussionen erwarten durfte. Denn sowohl Ortstermine als auch Ausschusssitzungen hatten mehr als deutlich aufgezeigt: So recht zufrieden schien irgendwie niemand mit den aufgezeigten Möglichkeiten, die Mühlenstraße verkehrssicherer, barrierefreier und attraktiver zu machen.

Während die SPD den Maximalausbau favorisierte, schmeckte den Grünen der Ausbau der Straße überhaupt nicht. Sie machten sich für eine kleinere Variante stark, der wiederum die FDP überhaupt nichts abgewinnen konnte. Und die CDU stellte angesichts der aus ihrer Sicht „marginalen Verbesserungen für sehr viel Geld“ gar die Sinnfrage der kompletten Maßnahme.

Doch statt großer Debatten im Rat am Donnerstagabend war das Thema, das die Politik nun schon seit mehr als zwei Jahren beschäftigt, nach wenigen Minuten schon wieder ad acta gelegt. Weil es auf Antrag der SPD zurück an den Bauausschuss verwiesen wurde. Dazu stellten Thomas Kötterheinrich und Ulrich Untiet auf Nachfrage der WN klar, dass sich womöglich eine neue Kompromisslösung abzeichnen könnte, die auf eine breite Basis gestellt werden solle. Allein: Noch nicht alle Parteien hätten die Möglichkeit gehabt, sich mit dem neuen Vorschlag zu beschäftigen. Ergo die Verschiebung in den Fachausschuss, verbunden mit dem dringenden Wunsch, das Thema in diesem Jahr aber noch politisch abzuhaken.

An einer erneuten Vertagung störte sich der FDP-Fraktionsvorsitzende Jens Tiemann. „Wir beschäftigen uns nun schon so lange mit der Umgestaltung der Mühlenstraße. Es wird höchste Zeit, das Thema zum Abschluss zu bringen und die Arbeiten zu vergeben. Die Baufirmen warten nicht auf uns und Maßnahmen werden teurer.“

Gleichwohl stimmten SPD, CDU und Grüne für die Verschiebung des Themas. Spätestens am 2. Dezember steht die Mühlenstraße wieder im Fokus. Dann tagt der Planungs- und Bauausschuss.

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