1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Ladbergen
  6. >
  7. Tipps für Familien mit Kindern in den Sommermonaten

  8. >

Was Tagesmütter empfehlen

Tipps für Familien mit Kindern in den Sommermonaten

Ladbergen

Viele Sonnenstunden, blauer Himmel und warme Temperaturen locken in diesen Wochen Familien mit Kindern nach draußen. Was sind die Ausflugtipps in der Umgebung? Wo kommen Kinder so richtig auf ihre Kosten? Und welche Aktivitäten sind bezahlbar? Wir haben bei den Tagesmüttern des Vereins „KiTaLa“ (Kindertagespflege Ladbergen) nachgefragt und viele Antworten bekommen.

Von Luca Pals

Kinder und Erzieher machen einen Spaziergang durch einen Wald. Foto: dpa

Die Frauen aus Ladbergen sind Expertinnen, wenn es darum geht, Kindern eine schöne Zeit und spannende Momente zu bieten. Ramona Hüwelmann, Vorsitzende des Vereins, in dem sich die Tagesmütter aus dem Ort zusammengeschlossen haben, weiß aus eigener Erfahrung, dass man mit den Kleinsten nicht in die Ferne schweifen muss. Ganz nach dem Motto: Das Abenteuer kann direkt vor der eigenen Haustür beginnen.

Ausflüge gehören für die rund ein Dutzend Tagesmütter, die insgesamt mehr als 60 Kinder zwischen null und drei Jahren betreuen, zum festen Programm. Sie möchten, dass die Kids sich selber ausprobieren und Neues kennenlernen. All das und vieles mehr ist auch bei ihren Ausflugtipps in der Umgebung möglich. Alle Ideen vorzustellen würde den Rahmen der Seite sprengen, wir haben deshalb eine Auswahl zusammengestellt und bedanken uns für die Anregungen der Tagesmütter.

Wasserspaß für Klein und Groß

Das Tecklenburger Freibad liegt mitten in der Natur und lockt mit einem besonderen Ambiente. Ein Nichtschwimmerbecken für die Kleinen, drei Sprungtürme für die Größeren und eine immergrüne Liegewiese für die ganze Familie bieten Abwechslung. Und auch Genießer kommen mit der Fasssauna, die einst der Förderverein aufgestellt hat, auf ihre Kosten. Familieneinzel-/Tageskarten: Acht Euro, ab dem vierten Kind Zuzahlung von einem Euro. Freier Eintritt für Kinder bis einen Meter Körpergröße und für Geburtstagskinder bis zwölf Jahren „Immer Nass, immer Spaß“ verspricht das Ibbenbürener Aaseebad, das sowohl drinnen als auch draußen jede Menge Abwechslung in Sachen Sport, Spiel und Entspannung bietet. Es gibt nicht nur kleine Pools, Strudel und beleuchtete Höhlen, sondern auch Sprungtürme im Außenbereich und Rutschen für jede Altersstufe. Hier kommen alle auf ihre Kosten. Stichwort Kosten, diese staffeln sich wie folgt: Einzelkarte Erwachsene: Neun Euro, Kinder/ermäßigt: 4,50 Euro; Familienkarte (zwei Erwachsene, zwei Kinder): 20 Euro; Ferienkarten für Kinder und Jugendliche (5-17 Jahre): 40 Euro. Außerdem sind diverse Bonuskarten möglich.

Das Tecklenburger Freibad. Foto: Luca Pals

Streicheln und Füttern erlaubt

Gut und einfach mit dem Fahrrad zu erreichen ist das Wildfreigehege Nöttler Berge in Westladbergen. Sei es Alpakas, Auerochsen, Bisons, Enten, Esel oder Luchse – im traditionsreichen „Saerbecker Zoo“ gibt es viel zu sehen und zu streicheln. Mit großer Leidenschaft wird in den Wäldern zwischen Ladbergen und Saerbeck ein Erlebnis für die ganze Familie auf die Beine gestellt – und das seit Jahrzehnten. Im Sommer hat das Wildfreigehege zwischen 9 und 18 Uhr geöffnet, an Sonn- und Feiertagen sogar bis 19 Uhr. Preise Erwachsene: Fünf Euro, Kinder (von 3 bis 14 Jahre) sowie ermäßigt: drei Euro; Kinder unter drei Jahre kommen kostenlos rein.

Eine Wildfutter-Tüte gibt es für einen Euro, der Bollerwagen kann umsonst mitgenommen werden. Ebenfalls Tiere zu sehen gibt es im Stadtpark in Emsdetten. Dieser liegt in einem kleinen Waldstück am Rande der Stadt in der Blumenstraße – unmittelbar am Waldfreibad. Im „Arche-Park“ können Esel, Zwergziegen, Schweine und Kaninchen gestreichelt werden. Aber auch Tiere, die auf der roten Liste der bedrohten Arten stehen, finden hier seit einigen Jahren ein Zuhause: Das braune Bergschaf, das bunte Bentheimer Schwein oder die Thüringer Wald-Ziege. Auch Füttern ist erlaubt und kommt bei den Kids besonders gut an. Und wer neben Tieren noch mehr erleben möchte, kann sich im Stadtpark auch dem Barfußpark oder der Minigolf-Anlage widmen. Der Eintritt ist kostenlos.

Beim Füttern der Hängebauchschweine haben die Kinder nur wenig Berührungsängste. Foto: Alfred Riese

Von Klippen und Feldern

Mit Kindern die Natur erleben und sportlich aktiv sein – das geht kaum besser als im Tecklenburger Land. Zahlreiche Orte bieten sich für gemeinsame Wanderungen und Ausflüge an. Besonders beliebt ist das Wandergebiet rund um die Dörenther Klippen. Auch das Klettern auf den Steinen ist möglich, sollte gerade mit den Kindern aber stets aufmerksam verfolgt werden. Aber wer nach getaner Wanderung eine Erholung bei kühlen Getränken und dem ein oder anderen leckeren Eis braucht, ist auch hier genau richtig: Die Almhütte ist nach einem Fußmarsch an den Klippen entlang eine beliebte Anlaufstelle Von dort läuft ein Wanderweg direkt zurück zum Autoparkplatz am Rande von Dörenthe.

Weniger Wald, dafür noch mehr Natur bieten die Rieselfelder in Münster. Das europäische Vogelschutzgebiet auf dem Gebiet ehemaliger Verrieselungsflächen für die Abwässer Münsters liegt vor den Toren der Stadt und ist über den Schiffahrter Damm gut von Ladbergen aus zu erreichen. Die besondere Vielfalt der Vogelwelt ist an gleich mehreren Seen zu beobachten, das Mitbringen eines Fernglases wird empfohlen und der Besuch des Aussichtsturms, der einen Überblick über zahlreiche Wiesen bis nach Münster bietet, ist ein Muss für alle Besucher. Wer nicht mit dem Auto anreisen, den Kindern aber mit einigen Pausen etwas zutrauen möchte, kann auch den Radweg von Ladbergen über Schmedehausen direkt in die Rieselfelder entlangfahren.

Stare am Abendhimmel der Rieselfelder. Foto: Uwe Schütz

Hexen, Flugzeuge und Traditionen

Ein Klassiker in der Region ist und bleibt natürlich der Märchenwald in Ibbenbüren. Kleiner Tipp: Er ist gut mit einer Wanderung entlang der Dörenther Klippen zu verbinden. Vom Ehepaar Derhake im Jahr 1958 gegründet, versprüht das Waldstück am Hang zwischen Königen, Hexen, Prinzessinnen und sprechenden Tieren sein ganz besonderes Ambiente. Ein Rundgang dauert mit Kindern zwischen zwei und zehn Jahren etwa eine Stunde. Highlights auf dem Gelände sind die Sommerrodelbahn und der 2500 Quadratmeter große Spielplatz inklusive Autoscootern und Motorrädern. Picknickplätze, Kaffeegarten und ein Rodelrastraum bieten dazu die passende Erholung. Der Park empfiehlt, drei Stunden Zeit einzuplanen. Einzeltarif Erwachsene und Kinder, Märchenwald: 5,50 Euro; Gruppentarif Märchenwald ab 15 Personen: 4,50 Euro pro Besucher; Schulen, Kindergärten und deren Begleitpersonen zahlen pro Person vier Euro; eine Fahrt auf der Sommerrodelbahn kostet für Erwachsene und Kinder 50 Cent.

Ebenfalls gut mit dem Fahrrad zu erreichen und ein Angebot für eine größere Gruppe kann der Besuch des Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) sein. Gemütlich am Kanal entlangspazieren, vor Ort ein Eis schlecken und auf der Besucherterrasse Flugzeuge beim Landen und Starten beobachten – ein Tipp von den Tagesmüttern, der auch die Großen begeistern kann. Für Tradition steht das Ladberger Heimatmuseum. Ein Besuch des vom Heimatverein-Team mit viel Liebe betriebenen Standortes kann gleichzeitig noch mit einer Streicheleinheit auf der Alpakafarm der Familie Freitag abgerundet werden. Ein Termin sollte im Vorfeld aber mit dem Heimatverein abgestimmt werden.

Blick in die Handwerkerecke des Heimatmuseums. Foto: Mareike Stratmann

Startseite
ANZEIGE