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Über 10. 000 Lichter an der Woote

Robert Schramm sorgt für optischen Hingucker in der dunklen Jahreszeit

Ladbergen

Robert Schramm braucht etwa zwei Tage, bis alles steht und hängt. Dann aber gehen zwischen dem ersten Advent und Dreikönigstag über 10. 000 Lichter auf dem Grundstück an der Kreuzung Zur Woote/Saerbecker Straße an. Seine Motivation liegt darin, vorweihnachtliche Stimmung für sich und seine Familie zu verbreiten, die aber auch bei vielen Ladbergern gut ankommt. So werde der 69-Jährige auch im Dorf des Öfteren angesprochen. Der Tenor: „Das sieht aber schön aus.“

Von Luca Pals

Robert Schramm bringt seinen Garten in der Adventszeit Jahr für Jahr zum Leuchten. Darüber freut er sich zusammen mit seiner Familie und vielen Ladbergern, die das Grundstück von der Saerbecker Straße aus sehen. Foto: Luca Pals

Wer sich vom Dorfkern aus auf den Weg zum Hafen macht und dabei über die Saerbecker Straße fährt, überquert kurz nach dem Ortsschild die Autobahn A1 und erblickt schnell die zahlreichen Lichterketten, beleuchteten Bäume und Glitzersterne auf der linken Seite. Robert Schramm wohnt seit 44 Jahren an der Kreuzung Zur Woote/Saerbecker Straße. Fast genau so lange hängt er dort die Weihnachtsbeleuchtung im November auf und im Januar wieder ab: In der Adventszeit glitzert und erleuchtet sein Grundstück in vorweihnachtlicher Stimmung.

Dabei hat damals – vor über vier Jahrzehnten – alles ganz klein angefangen: „Zu Beginn habe ich ein paar elektrische Kerzen auf die Kiefern an unserer Einfahrt gestellt“, erinnert sich der 69-Jährige daran zurück. Heute sind aus den paar Kerzen „über 10 000 Lichter“ geworden.

Die meisten hat er über die Jahre im Baumarkt ergattert, nur hier und da muss er mal ein Lämpchen austauschen. An den Garagen hängt eine etwa 30 Meter lange Lichterkette, weitere zieren die Dachkanten und schlängeln sich über die Bäume im Garten bis zum benachbarten Haltestellenhäuschen auf der einen und zum eigenen Gartenhäuschen auf der anderen Seite.

Ursprünglich sei er durch die typischen Beleuchtungen aus den USA auf die Idee gekommen. Und so braucht er heute etwa zwei Tage, bis alles steht und hängt. Seine eigene Motivation liegt darin, vorweihnachtliche Stimmung für sich und seine Familie zu verbreiten: „Unsere drei Enkelkinder sind zwischen acht und zwölf Jahre alt und die freuen sich immer schon, wenn sie zu uns kommen, weil alles so schön leuchtet und glitzert.“

Abseits dessen werde er auch immer wieder von Nachbarn und Bekannten sowie im Dorf angesprochen. Der Tenor: „Das sieht aber schön aus.“ Überhaupt: Die besondere leuchtende Atmosphäre in dunkler Jahreszeit ist nicht nur für ihn und Frau Heidrun eine Freude. Nein, sie wird mit anderen geteilt. Und genau das solle doch auch die Botschaft in der Adventszeit sein, sagt Schramm.

Und er ist mit seinem Ansinnen nicht alleine: Aus der eigenen Küche kann der Ladberger über die Felder, auf denen einst der VfL seine Heimspiele austrug, zum Nachbarn schauen – auch dort blitzt und blinkt es.

Normalerweise – und so war es auch in diesem Jahr – fängt Schramm mit dem Aufbau in der ersten Novemberwoche an. Die Lichter leuchten bis zum 6. Januar. Je nach Lust und Laune legt Schramm, der zuletzt 33 Jahre als Gabelstapler bei Bischof + Klein in Lengerich gearbeitet hat, aber auch danach den Schalter noch einmal um: „Die Leute freuen sich ja eigentlich immer.“

Mittlerweile ist Schramm, der gebürtig aus Lienen-Holperdorp kommt und gelernter Schlosser ist, seit sechs Jahren im Ruhestand. Zusammen mit seiner Frau verbringt er traditionell den Heiligabend, ein Gang durch den leuchtenden Garten gehört dabei natürlich genauso zum Pflichtprogramm wie der Besuch der Familie am zweiten Weihnachtstag.

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