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BTL nimmt neuen Hauptstandort an der Ladberger Straße in Betrieb

Umzug soll Wachstum ermöglichen

Lengerich/Ladbergen

Seit Anfang des Jahres hat der Baustoffhandel Tecklenburger Land an der Ladberger Straße in Lengerich einen neuen Hauptstandort. Dafür wurde der Standort in Ladbergen aufgegeben. Die Niederlassung an der Bahnhofstraße in Lengerich soll Mitte des Jahres folgen.

Die Geschäftsführer Bernd Specht, Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Bereits im August kündigten die Verantwortlichen den Schritt an, nun wurde er vollzogen. Der Baustoffhandel Tecklenburger Land (BTL) hat mit dem Jahreswechsel den Betrieb an der neuen Adresse Ladberger Straße 60 in Lengerich aufgenommen. Nach rund 90 Jahren ist das Kapitel Ladbergen damit geschlossen, der Umzug abgeschlossen. Zur Mitte des Jahres soll die Niederlassung an der Bahnhofstraße in Lengerich folgen. Dort laufen die Geschäfte in den kommenden Monaten aber noch weiter.

Das gelte für die Segmente Fenster, Türen und Tore sowie den Baumarkt, erklären die Geschäftsführer Markus Heuger, Bernd Specht, Markus Oelrich und Stefan Westerhorstmann. An der Ladberger Straße können sich nun alle Kunden in den Bereichen Baustoffe, Innenausbau und Holz versorgen. Neu sind zudem eine sogenannte Betontankstelle, die es damit erstmals in der Region Lengerich/Ladbergen gebe, und ein sogenannter Profifachmarkt.

Das Führungs-Quartett, sagt, man führe die beiden Standorte zusammen, um die Voraussetzungen für weiteres Wachstum zu schaffen. Das insgesamt 43 000 Quadratmeter große Grundstück samt Gebäuden war nach dem Aus für das Traditionsunternehmen Holz Oppermann 2018 gekauft worden. Ein Teil ist vermietet. Rund 18 000 Quadratmeter werden nun von BTL genutzt. Markus Heuger sagt, dass das Areal sicher reichen werde, um in den kommenden 20 Jahren das Unternehmen weiter voranzubringen. Es wird zum BTL-Hauptstandort, weitere gibt es in Glandorf und Drensteinfurt.

Die Verantwortlichen betonen, dass BTL als Großhändler seinen Kunden gegenüber „den Warenfluss permanent gewährleisten“ wolle. Dieses Ziel habe man sich bereits vor einigen Jahren gesetzt. Allerdings sei die Aufgabe durch Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg noch stärker in den Fokus gerückt. Zwar habe die Branche nicht ganz so stark wie manch andere unter Lieferengpässen gelitten. Aber Dinge wie die zwischenzeitliche Holzknappheit hätten den Stellenwert ausreichender Lagerkapazitäten deutlich gemacht.

Weitere Faktoren, die an Gewicht gewonnen hätten, seien Preissicherheit und Kommunikation. Die Abwicklung von Bestellungen sei durch das komplexere Lieferumfeld zeitaufwendiger geworden, was BTL wiederum dazu veranlasst habe, die Digitalisierung voranzutreiben und zu optimieren.

Die Verantwortlichen sprechen zudem davon, dass die Branche insgesamt „profilastiger“ geworden sei. Deshalb verfolge man nun auch das Ziel, etwa im Hochbau oder im Garten- und Landschaftsbau neue Kunden zu gewinnen. Gleichwohl solle das Privatkundengeschäft nicht vernachlässigt werden. Auch das hoffe man durch die Zusammenlegung der Standorte Ladbergen und Lengerich-Bahnhofstraße an der Ladberger Straße bewerkstelligen zu können.

Zur Zukunft des Areals an der Bahnhofstraße sagt Bernd Specht, dass der Markt weitervermietet werde, die Nachnutzung also bereits gesichert sei. Bei der Halle sei man hingegen noch in der „Findungsphase“.

BTL hat nach Angaben der Geschäftsführer insgesamt rund 65 Mitarbeiter, etwa die Hälfte werden am neuen Hauptstandort beschäftigt.

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