Evangelische Kirchengemeinde verzichtet auf Jugendfreizeit im Ausland

Urlaub vor der eigenen Tür

Ladbergen

Warum in die Ferne schweifen, wenn es auch vor Ort schön ist? Auch die Jugendfreizeit der evangelischen Kirchengemeinde bleibt in diesem Sommer zum zweiten Mal zu Hause. Ein Alternativprogramm auf dem Hof Suhre werde aber für Spaß und Spannung sorgen, versprechen die Organisatoren.

Von Luca Palsund

Die Stimmung am Lagerfeuer im heimischen Westfalen lasse die Jugendlichen ab 13 Jahren das Fernweh vergessen, hoffen die Veranstalter der Foto: Kirchengemeinde

Warum in die Ferne schweifen, wenn es auch vor Ort schön ist? Dieses Motto wurde während der Corona-Pandemie zum Lebensmotto. Statt in den Süden ging es für die meisten Urlauber in die nähere Umgebung, höchstens an die Nord- oder Ostsee, an große Touren ins Ausland war nicht zu denken. So verhält es sich auch mit der Jugendfreizeit der evangelischen Kirchengemeinde. Eigentlich waren zwei Wochen in einer Jugendherberge in Österreich geplant, nun werden es zehn Tage in Ladbergen und Umgebung. Macht aber nichts.

Und das gleich aus drei Gründen. Erstens: Die Organisatoren können aus Erfahrung schöpfen, denn bereits im vergangenen Sommer fand die Freizeit im heimischen Westfalen statt. Zweitens: Dort, wo die Gruppe zusammenkommt, ist es sowieso am schönsten. Und drittens: Das Programm ist vielfältig und bietet jede Menge Spannung in der Heimat.

Damit wirbt Jugenddiakon Matthias Decker zusammen mit Hennes Maneke und Antje Möller für die alternativen Ferien vor Ort. Das Trio wird um weitere „Teamer“ ergänzt. Geplant sind zehn Tage auf dem Hof von Werner Suhre am Krakenweg in Wester – wegen Corona sind Übernachtungen nicht vorgesehen. Das heißt: morgens kommen alle zusammen, versammeln sich auf dem Hof und starten gemeinsam mit einem Frühstück in den Tag.

Antje Möller gibt im Gespräch mit unserer Zeitung Einblick in das Programm: „Eine Fahrt in den Kletterwald und eine Kanutour, die schon 2020 sehr gut angekommen ist, sind geplant.“ Und weiter: „Natürlich gehören gemeinsame Ausflüge, Radtouren und Wanderungen auch in diesem Jahr dazu.“ Auf einer Tour – das Ziel ist bis jetzt noch nicht bekannt – wird es eine Übernachtung geben, ergänzt Werner Suhre, der das Team unterstützen wird.

Zudem biete der Hof viel Platz für Volleyballspiele, Lagerfeuer und weitere sportliche Aktivitäten, so die Verantwortlichen.

Die Anfänge der Jugendfreizeit, so erinnert sich Suhre, reichen in Ladbergen schon weit zurück. Die zweiwöchige Tour, die bereits einige Generationen nach Frankreich, Italien, Schweden und in viele andere Länder führte, hat also eine gewisse Tradition im Heidedorf. Über die Jahre war den Verantwortlichen stets wichtig, den jungen Menschen von Gott und seinem Wirken für jeden Einzelnen und in der Gemeinschaft zu erzählen. „Für dieses Jahr nehmen wir das Thema ,Wege‘ auf“, kündigt Möller an. „Wir wollen davon erzählen, wie Gott mit uns geht, uns in unserem Leben Wege offenbart und wie wir diese wahrnehmen können“, erläutert sie weiter. Die Jugendlichen seien auch eingeladen, sich in einem gemeinsam gestalteten Gottesdienst während der Freizeit kreativ einzubringen. Außerdem werde es regelmäßige Impulse und Lieder geben, die das Thema von Gottes Wegen für das eigene Leben in den Mittelpunkt stellen werden, so Möller weiter.

„Corona ist natürlich noch nicht vorbei, deswegen haben wir ein sicheres Hygienekonzept erarbeitet, das auch im vergangenen Jahr schon für eine erfolgreiche Freizeit sorgte“, macht sie deutlich, dass Teilnehmer und Veranstalter auch in diesem Bereich auf der sicheren Seite sind.

Die „Freizeit Zuhause“ findet vom 9. bis 18. Juli statt. Morgens geht es um 9.30 Uhr los. Anmeldungen können im Gemeindebüro (Lenhartzweg 14, Ladbergen) abgegeben werden, Fragen beantwortet Antje Möller (

 01 52 36 32 87 48). Dabei sein können Jugendliche ab 13 Jahren.

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