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Radtour der Unternehmergemeinschaft

Volle Baugebiete und ein begehrter Gewerbepark

Ladbergen

Dass sich die Mitglieder der Unternehmergemeinschaft Ladbergen im August auf ihre Fahrräder schwingen und eine Tour durch die Gemeinde unternehmen, hat eine lange wie erfolgreiche Tradition. Kein Wunder: Ist es doch die Gelegenheit, neben einem geselligen Ausflug auch noch etliche Auskünfte über Baugebiete, Gewerbeflächen und geplante Vorhaben durch die Verwaltungsspitze zu erhalten.

Von Mareike Stratmann

Großen Anklang fand die Radtour unter den Mitgliedern der Unternehmergemeinschaft. Holger Rickert, Bürgermeister Torsten Buller und Karsten Zastrau informierten über Visionen und konkrete Projekte – unter anderem den Bau eines Multifunktionscourts. Foto: Mareike Stratmann

Dass sich die Mitglieder der Unternehmergemeinschaft Ladbergen im August auf ihre Fahrräder schwingen und eine Tour durch die Gemeinde unternehmen, hat eine lange wie erfolgreiche Tradition. Kein Wunder: Ist es doch die Gelegenheit, neben einem geselligen Ausflug auch noch etliche Auskünfte über Baugebiete, Gewerbeflächen und geplante Vorhaben durch die Verwaltungsspitze zu erhalten.

Und der Informationsgehalt auf der Runde durch das Dorf kam keineswegs zu kurz. So berichtete der engagierte Familienvater Karsten Zastrau über den von ihm angestoßenen Multifunktionscourt im Friedenspark, der die Spielarena 12+ laut Bürgermeister Torsten Buller zweifellos „aufwerten“ werde. Ein 30 mal 15 Meter großer eingezäunter Platz zum Fußball, Handball und Basketball spielen soll dort entstehen, und – so Zastraus Wunsch – bereits im zweiten Quartal kommenden Jahres eingeweiht werden. „Da könnten wir eine schöne Freizeitmöglichkeit und ein neues Herzstück entstehen lassen“, ist der Ladberger überzeugt. Er berichtet, für das Projekt viel Zustimmung bei Schule, Parteien und Vereinen erfahren zu haben.

Die Politik jedenfalls hat beschlossen, dafür 70 000 Euro in den Haushalt 2022 einzustellen. Zudem werden Fördermöglichkeiten ausgelotet. Derzeit gebe es zwei Möglichkeiten, ergänzte Buller. So werde er mit Zastrau im Oktober im Leader-Ausschuss vorstellig, um für eine 65-prozentige Förderung zu werben.

Die Radtour führte die gut 30 Frauen und Männer auch durch die Baugebiete Brinksteffen und Schulten Kamp. Laut Bürgermeister sind in beiden Baugebieten sämtliche Grundstücke verkauft – Interessenten habe es weitaus mehr gegeben. In der Erweiterung des Schulten Kamps, wo 15 Einfamilien- beziehungsweise Doppelhäuser sowie zwei Mehrfamilienhäuser entstehen werden, haben die ersten drei Häuslebauer die Arbeit aufgenommen. Den übrigen bleiben bis zur Grundsteinlegung drei Jahre Zeit. Gleichwohl wünscht sich die Gemeinde eine Erweiterung des Baugebiets, die grundsätzlich möglich wäre, wie Buller betonte.

Von den Baugebieten zum Gewerbegebiet: 58 000 Quadratmeter kann die Gemeinde im Espenhof vermarkten. „Für mehr als 50 000 Quadratmeter haben wir bereits eine Zusage“, berichtet Buller. Er ist überzeugt, dass mit der zweiten Erweiterung „ein sehr schöner bunter Gewerbepark entsteht“. Bis Ende des Jahres sollen die Erschließungsarbeiten, die Ende des Monats beginnen, abgeschlossen sein.

Dann möchte Ruven Klöcker den geplanten zusätzlichen Neubau auf dem Grundstück der Kanzlei Klöcker Knippenberg & Partner am liebsten schon realisiert wissen. Dort soll ein Mandanten-Unternehmer-Zentrum mit 160 Quadratmeter großem Veranstaltungsraum, Gesundheitskiosk und Fitnessstudio entstehen, berichtete Ruven Klöcker den interessierten Unternehmern. „Wir möchten Unternehmern eine Plattform bieten, um sich zu informieren und Wissen anzueignen“, beschrieb der Finanzberater das, was in dem architektonisch bemerkenswerten Gebäude passieren soll. Wird der Bauantrag bewilligt, sollen die Bauarbeiten möglichst schon im September starten.

Zu Ende ging die Radtour im Ruthemeiers Esch, wo Familie Kärst zu Bratwurst und Getränken einlud – und weitere Informationen parat hatte. So stellten Jennifer und Kerstin Kärst nicht nur ihren im vergangenen Oktober – mitten während der Corona-Pandemie – eröffneten Gastronomie-Betrieb „La Bella Vida“ vor, sondern berichteten auch, seit zwei Wochen Inhaber des Lengericher Partyservices Bohlsen & Theilen zu sein. Ursprünglich hätten sie lediglich die Küchenelemente kaufen wollen, so Geschäftsführerin Jennifer Kärst. Vier Wochen später hätten sie den gesamten Betrieb mit sechs Mitarbeitern übernommen und würden täglich 60/70 Senioren sowie Kindergärten mit Essen beliefern.

Für Holger Rickert ist die jährliche Radtour „die Gelegenheit untereinander ins Gespräch zu kommen“. Informativ, ungezwungen und Netzwerke knüpfend – beschrieb er die Intention des Abends.

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