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Saerbecker Straße: Kreis hat Pläne

Wird der Radweg endlich Realität?

Ladbergen

Bauamtsleiter Tim Lutterbei ist davon überzeugt, dass „es nun konkret wird“ und meint damit die Realisierung eines Radwegs entlang der Saerbecker Straße. Pläne, diese Maßnahme seitens des Kreises Steinfurt umzusetzen, gab es bereits 2011. Obwohl die Gemeinde eine Beteiligung an den Kosten befürwortete, rückte das Projekt vorerst in den Hintergrund. Nun könnte es 2023 etwas werden.

-msm-

Bekommt die Saerbecker Straße doch noch einen Radweg? Im Kreishaus ist dieses Thema nach Jahren auf der Prioritätenliste wieder nach oben geklettert. Die Gemeinde hat zugesagt, sich an den Kosten für Planung und Bau des ersten Abschnitts zu beteiligen. Foto: Mareike Stratmann

Die Frage, ob sie einen Radweg entlang der Saerbecker Straße als sinnvoll erachten, stellt sich für die Lokalpolitiker schon lange nicht mehr. „Wir sind doch schon seit Jahrzehnten am Debattieren“, erinnerte Reiner Aufderhaar (CDU) während der jüngsten Ratssitzung. Und Thomas Kötterheinrich (SPD) präzisierte noch einmal: „Die Situation dort ist sehr gefährlich. Von daher ist ein Radweg, um sicher ins Dorf zu kommen, gut investiertes Geld.“ Dem war offenbar nichts hinzuzufügen. Einstimmig stimmte der Rat in seiner jüngsten Sitzung dafür, sich an den Kosten für den Radwegebau entlang der K 11 zu beteiligen. Verantwortlich dafür zeichnet der Kreis.

Und auch dort ist das Thema nicht neu: Bereits im Juli 2011 sollte sich die Gemeinde gemäß eines Beschlusses des Kreisausschusses schon einmal an den Kosten eines Radweges mit 50 Prozent beteiligen. Was vor Ort für Zustimmung sorgte. Bei der Ausweisung des Baugebiets In der Laake und der Aufstellung des Bebauungsplans vor gut fünf Jahren achtete die Gemeinde darauf, für den Radweg entlang der Saerbecker Straße genügend Flächen vorhalten zu können. Dennoch rückte das Thema im Steinfurter Kreishaus vorerst wieder in den Hintergrund – was in der Folge gerade bei den Anwohnern im Baugebiet für lange Gesichter sorgte.

Nun allerdings scheint wieder Bewegung in die Sache zu kommen. Und auch Bauamtsleiter Tim Lutterbei ist überzeugt, dass „es nun konkret wird“, wie er auf Nachfrage der WN verdeutlicht. Im Haushaltsplan der Gemeinde für 2022 sind für den ersten Bauabschnitt, der von der Grevener Straße bis zur Autobahnbrücke verläuft, insgesamt 49 305 Euro vorgesehen. Demnach soll die Gemeinde sich mit 29 055 Euro an den Planungen und 20 250 Euro an den Baukosten beteiligen.

Aktueller Knackpunkt: Während im hinteren Bereich bis zur Autobahnbrücke auf der Länge des Baugebiets bereits entsprechende Flächen vorhanden sind, muss der Kreis den Grunderwerb von den Anliegern im vorderen Bereich erst noch tätigen. Die Verhandlungen laufen.

„Wenn darüber Einigkeit erzielt ist, hoffe ich, dass es im nächsten Frühjahr mit den Planungen vorangeht“, beschreibt Lutterbei eine mögliche Zeitachse. Realität, so der Bauamtsleiter, dessen Abteilung das Projekt zwar unterstützend begleitet, aber nicht verantwortet, könnte der Radweg dann im Folgejahr – als 2023 – werden. „Wenn alles gut läuft.“

Und wann könnte es im Rahmen eines zweiten vorgesehenen Bauabschnittes gar zum Lückenschluss am Hafen kommen? An Spekulationen möchte sich Lutterbei nicht beteiligen. Klar ist für ihn aber, dass das nicht vor dem Abschluss des Autobahn-Ausbaus der Fall sein wird. Seine vorsichtige Prognose, „wenn es wirklich gut läuft“: 2025/2026.

Übrigens: Zwar wird der Bau des Radwegs auf der westlichen Seite bevorzugt – „weil er auf der anderen Seite deutlich teurer würde“, wie Bürgermeister Torsten Buller sagt –, vom Tisch ist die Option entlang der östlichen Fahrbahnseite deswegen aber noch nicht.

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